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Müller und Malek in Berlin in Runde zwei

Martina Müller und Tatjana Malek stehen bei den German Open in Berlin in Runde zwei. Müller schlug die Griechin Eleni Daniilidou, Malek die Russin Vasilisa Bardina. Andrea Petkovic und Kristina Barrois schieden aus.

Martina Müller ist als erste Deutsche in die zweite Runde der Qatar German Open in Berlin eingezogen. Die Hannoveranerin setzte sich in ihrer Auftaktpartie souverän in nur 67 Minuten Spielzeit mit 6:0 und 6:2 gegen die Griechin Eleni Daniilidou durch.

Die deutsche Nummer eins trifft nun auf die an Position 13 gesetzte Israelin Shahar Peer, die am Montag die Nordhornerin Anna-Lena Grönefeld aus dem Turnier geworfen hatte.

Müller fühlt sich ungerecht behandelt

Kaum hatte Müller für den ersten deutschen Sieg in Berlin gesorgt, da brach der Frust aus der zurzeit besten deutschen Spielerin heraus. "Im vergangenen Oktober gab es ein Gespräch. Ich habe Barbara Rittner gesagt, dass ich wieder spielen möchte. Das habe ich auch der Presse gesagt. Dennoch wurde ich nicht zum Fedcup eingeladen", sagte Müller.

Damit widersprach die 24-Jährige den Aussagen von Fedcup-Teamchefin Ritter, sie sei nach dem Krach im vergangenen Jahr nicht auf sie zugekommen. Gleichzeitig wies Müller Gerüchte zurück, sie habe überzogene Forderungen gestellt. "Ich habe keine Bedingungen gestellt, die nicht erfüllt werden können", beteuerte die Hannoverin und fügte mit fast schon brüchiger Stimme an: "Ich weiß nicht, was ich machen soll."

DTB-Sportdirektor Eberhardt kontert

Weitere Abmachungen im Deutschen Tennis Bund (DTB) hatten die 24-Jährige schon ein bisschen verwundert: "Unser Teamsponsor hatte uns Spielerinnen eingeräumt, dass wir uns auf der Anlage in Halle auf Wimbledon vorbereiten könnten. Wir wurden dann aber gar nicht darüber unterrichtet, das verstehe ich nicht."

Verärgert hat Müller auch die Tatsache, dass Team-Kollegin Anna-Lena Grönefeld im vergangenen Jahr mehr Geld vom Verband bekam. DTB-Sportdirektor Klaus Eberhardt wies die Vorwürfe zurück: "Anna-Lena hat zu dem Zeitpunkt in den Top 20 gespielt. Da hat sie halt mehr Geld bekommen, das ist doch nicht ungewöhnlich. Martina sollte sich lieber aufs Spielen konzentrieren."

Wegen ihrer Probleme mit dem Verband wollte Müller zunächst gar nicht nach Berlin kommen, obwohl die German Open ihr Lieblingsturnier sind. Doch ungeachtet der Querelen zeigte sie am Dienstag ein gutes Spiel und fegte Daniilidou in zwei Sätzen vom Platz: "Ich habe die wichtigen Punkte gemacht. Auch nach der Regenpause konnte ich mein aggressives Spiel fortsetzen."

Malek folgt Müller in Runde zwei

Tatjana Malek folgte Müller in Runde zwei und steht nun vor einem besonderen Match. Die erst 19 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin tritt gegen die an Nummer eins gesetzte Belgierin Justine Henin an. In ihrem Auftaktmatch der ersten Runde setzte sich gebürtige Bosnierin aus Bad Saulgau am Dienstag gegen Vasilisa Bardina aus Russland mit 6:1 und 6:3 durch.

Aus für Petkovic und Barrois

Dagegen ereilte die 19-jährige Andrea Petkovic aus Darmstadt gegen die favorisierte Chinesin Shuai Peng das Aus. Die Nummer 163 der Weltrangliste unterlag der Nummer 33 allerdings erst nach hartem Kampf mit 3:6 und 5:7.

Auch Kristina Barrois aus Bous ist ausgeschieden. Die 119. der Weltrangliste musste sich der unbekannten Chinesin Zi Yan aus China, aktuell die Nr. 255 der Welt, mit 6:4, 3:6, 2:6 geschlagen geben. Damit sind bereits vier der insgesamt sieben deutschen Spielerinnen auf der Anlage an der Hundekehle ausgeschieden. Die weiteren Spiele am Abend fielen dem Dauerregen in Berlin zum Opfer. Die Matches werden am Mittwoch fortgesetzt.

© SID

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