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Petrowa bezwingt Henin-Hardenne

Nadja Petrowa hat erstmals die German Open in Berlin gewonnen. Die Russin setzte sich in der Neuauflage des Vorjahresfinals mit 4:6, 6:4, 7:5 gegen Justine Henin-Hardenne (Belgien) durch.

Nadja Petrowa hat auch bei den German Open in Berlin triumphiert. Nachdem die Russin in diesem Jahr bereits die WTA-Turniere von Doha, Amelia Island und Charleston gewinnen konnte, setzte sich Petrowa im Endspiel gegen Justine Henin-Hardenne (Belgien) durch. In der Neuauflage des Vorjahresfinals siegte die Russin knapp mit 4:6, 6:4, 7:5 und steckte sich erstmals den Siegercheck in Höhe von 196 600 Dollar in die Tasche.

Henin-Hardenne kassierte indes die zweite Finalniederlage im Jahr 2006. Die zweimalige French-Open-Siegerin konnte nur phasenweise an ihre großartige Vorstellung vom Vortag gegen die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo (Frankreich) anknüpfen. Im zehnten Duell mit Petrowa war es erst die zweite Niederlage für Henin-Hardenne.

Vierter Sieg auf der WTA-Tour für Petrowa

"Ich habe um jeden Ball gekämpft und nie aufgegeben", sagte Petrowa, die sich in der neuen Weltrangliste am Montag um eine Position auf Platz drei verbessert. Der Triumph bedeutete für sie den vierten Turniererfolg auf der WTA-Tour in diesem Jahr und der fünfte ihrer Laufbahn insgesamt. In 2006 hatte die 23-Jährige bereits in Doha, Amelia Island und Charleston gewonnen. Im zehnten Duell mit der früheren Weltranglistenersten war es erst der zweite Sieg für Petrowa.

Die Russin hatte nach einem guten Start im ersten Satz früh ein Break kassiert. "Ich war unkonzentriert und habe zu viele leichte Fehler gemacht", sagte Petrowa. French-Open-Siegerin Henin-Hardenne holte sich vor allem dank ihres guten Returns schließlich nach 46 Minuten verdientermaßen den ersten Satz.

Henin-Hardenne hatte schwere Beine

An ihre großartige Vorstellung vom Samstag im Halbfinale gegen die Weltrangslistenerste Amelie Mauresmo, die sie in zwei Sätzen und nur 58 Minuten förmlich vom Platz gefegt hatte, kam Henin-Hardenne allerdings nicht heran. "Ich hatte etwas schwere Beine", gestand sie.

Petrowa steigerte sich ab dem zweiten Durchgang und profitierte von der größer werdenden Fehlerquote der Belgierin. Beim Stand von 5:4 gelang der Russin das entscheidende Break zum Satzgewinn. Der letzte Durchgang entwickelte sich zum Nervenspiel, in dem Petrowa trotz Problemen in der Rückenmuskulatur das bessere Ende für sich behielt. "Die viele Spielzeit hier in Berlin hat meinen Muskeln ganz schön zugesetzt", sagte Petrowa, die wie ihre Gegnerin zum Favoritenkreis bei den French Open ab Ende Mai gehört.

Zukunft der German Open bleibt ungewiss

Unterdessen bleibt die Zukunft des WTA-Turniers in Deutschland weiter ungewiss. Die Qatar Telecom wird wohl kaum über das Jahr 2007 hinaus als Hauptsponsor zur Verfügung stehen. Ob sich die Berliner Wirtschaft nach zukünftig verstärkt im Tennis engagieren wird, ist noch nicht absehbar.

Immerhin nahm die Zuschauerzahl im Vergleich zu 2005 wieder zu. Insgesamt besuchten 49 000 Tennisfans die Anlage des Lttc Rot-Weiß, 3 000 mehr als im Vorjahr. Sportlich lief das Turnier aus deutscher Sicht indes enttäuschend. Topspielerin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) unterlag bereits in ihrem Auftaktmatch. Auch ihre Fed-Cup-Kolleginnen Martina Müller (Hannover) und Julia Schruff (Augsburg) schieden in der zweiten Runde aus.

© SID

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