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Schruff in Berlin weiter - Klösel draußen

Beim WTA-Turnier in Berlin hat die Augsburgerin Julia Schruff als erste deutsche Spielerin die zweite Runde erreicht. Für Sandra Klösel kam dagegen bereits nach dem Auftaktmatch das Aus.

Julia Schruff aus Augsburg hat beim WTA-Turnier in Berlin als erste deutsche Spielerin die zweite Runde erreicht. Die Nummer 60 der Welt besiegte in ihrem Auftaktmatch bei den Qatar Telecom German Open die Finnin Emma Laine 6:1, 6:4. Ihrer Fedcup-Teamkollegin in die zweite Runde gefolgt ist Martina Müller aus Hannover. Müller besiegte die Amerikanerin Jill Craybas, die als 40. der Weltrangliste 50 Positionen besser platziert ist, nach schwachem Start mit 1:6, 6:2, 6:2.

Neben Müller und Schruff steht auch Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn in der zweiten Runde. Grönefeld hatte zum Auftakt ein Freilos. Sandra Klösel aus Oberkirch dagegen zeigte nur einen Satz lang gutes Tennis und schied bereits in der Auftaktrunde der mit 1,34 Mill. Dollar dotierten Veranstaltung aus. Klösel unterlag der Kolumbianerin Catalina Castano 6:2, 1:6, 1:6. Auch für Sabine Lisicki (Berlin) ist das Turnier bereits beendet.



Schruff übt Selbstkritik

Schruff indes machte auf dem Centre Court mit Emma Laine beim 6:1, 6:4 kurzen Prozess und hatte dabei nur im zweiten Durchgang etwas Mühe. "Nach der klaren Führung wurde ich etwas unkonzentriert. Da war es dann ein knappes Match", sagte die Weltranglisten-60. Doch ehe die Finnin ernsthafte Ansprüche auf den Satzgewinn anmelden konnte, hatte Schruff dank einer guten Taktik in der Schlussphase das Match für sich entschieden. "Ich wollte nach Möglichkeit ihre Vorhand umgehen. Das hat gut geklappt."

In der zweiten Runde erwartet Schruff nun eine schwierige Aufgabe: Die Augsburgerin trifft auf die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis aus der Schweiz, die sich gegen die Italinerin Flavia Pennetta 7:5, 6:3 durchsetzte.

"Die Bedingungen waren nicht leicht. Der Platz hatte Licht und Schatten, und der Wind hat ständig gedreht", sagte indes Müller nach ihrem Achtungserfolg. In der nächsten Runde wird die Aufgabe aber noch anspruchsvoller: Die an Nummer sechs gesetzte US-Open-Siegerin von 2004, Swetlana Kusnezowa aus Russland, wartet auf die 23-Jährige. "Ich werde mal sehen, ob ich sie ein bisschen ärgern kann", sagte Müller.

"Ein paar Knackpunkte" kosten das Match

Diese Höhen sind für Sandra Klösel noch viel weiter entfernt. Klösel blieb nach dem neuerlichen Erstrundenaus nur das Prinzip Hoffnung. "Es gab ein paar Knackpunkte im Match. Vom Potenzial her kann ich vorne mitspielen", sagte Klösel. Einer der Knackpunkte war ein Aufschlagspiel im zweiten Satz, als Klösel drei Spielbälle in Folge zum 2:2 vergab und den Durchgang mit 1:6 abgab.

Frust schoben am Dienstag aber auch andere. Die an Nummer neun gesetzte Russin Jelena Lichowzewa strich als zweite gesetzte Spielerin in Runde eins die Segel. Die Weltranglisten-17. verlor gegen die spanische Qualifikantin Laura Pous Tio sang- und klanglos 4:6, 3:6. Am Tag zuvor hatte es die Nummer 14 der Setzliste, Ai Sugiyama aus Japan, erwischt.

© SID

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