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Tiger Woods auf Siegkurs, Rückschlag für Schuster

Während Tino Schuster aus Stuttgart seine Galavorstellung in Runde eins bei den British Open im schottischen Golf-Mekka St. Andrews nicht wiederholen konnte, steuert US-Superstar Tiger Woods auf Siegkurs.

US-Superstar Tiger Woods strebt unaufhaltsam dem zweiten Triumph in der Wiege des Golfsports entgegen. Dagegen ist der kurze Höhenflug des "Last-Minute-Qualifikanten" Tino Schuster am zweiten Tag der British Open im schottischen St. Andrews gestoppt worden.

Der 27-jährige Stuttgarter, nach dem ersten Tag Dritter, war nach zehn Löchern noch alleiniger Zweiter hinter Woods, büßte aber mit vier Bogeys in Folge (Loch elf bis 14) sowie einem Doppel-Bogey an der 17 wertvollen Boden ein. Mit 142 Schlägen (68+74) fiel der Newcomer auf den 39. Rang zurück und wurde von seinem Vorbild Bernhard Langer überholt.

Der Anhausener machte dank einer mit einem Birdie beendeten 69er Runde einen großen Sprung nach vorne und lag mit 140 Schlägen in den Top 15. "Ich bin sehr zufrieden, auch wenn mich die Bogeys an der 13 und 15 ärgern", sagte der zweimalige US-Masters-Champion, der als Nachrücker seine 27. "Open" bestreitet.

Alex Cejka gescheitert

Um einen Schlag am Cut (145 Schläge) gescheitert ist Alex Cejka, der das zweite deutsche Trio in der Geschichte der Major-Turniere komplettierte. Entscheidend war ein Bogey an der 18. "Damit habe ich mich um den Lohn gebracht", sagte der Münchner. Die quälenden Tücken des Golfsports musste Tino Schuster am Freitag erfahren. Dabei hatte er zunächst erneut aufhorchen lassen. Nach vier gespielten Löchern war er nach Birdies an der fünf und sechs sowie einem spektakulären Eagle an der neun (Par 4) plötzlich erster Jäger des Tigers, ehe der Einbruch folgte.

Auf dem Marsch zu seinem zehnten Major-Sieg scheint Tiger Woods kaum zu stoppen. Der 29-Jährige, der bereits 2000 auf dem Dünenkurs in St. Andrews mit dem gewaltigen Vorsprung von acht Schlägen gewonnen hatte, baute seine Führung am zweiten Tag mit einer Bogey-freien 67er Runde und insgesamt 133 Schlägen weiter aus. "Die Geduld war heute der Schlüssel zum Erfolg. Ich hatte eine Menge schlechter Schläge, dafür habe ich viele wichtige Putts gelocht", sagte der Weltranglistenerste.

Colin Montgomerie ist schärfster Verfolger

Schärfster Verfolger ist überraschend Colin Montgomerie. Der Schotte, der in den vergangenen Monaten kaum überzeugte und noch immer auf den ersten Majorsieg wartet, katapultierte sich mit einer 66 und insgesamt 137 Schlägen auf den alleinigen zweiten Platz. Dahinter folgten mit einem weiteren Schlag Rückstand sieben Spieler, darunter der Weltranglistenzweite Vijay Singh und der zweimalige US-Masterssieger Jose Maria Olazabal.

Beendet war am Freitag die großartige Karriere des 18-maligen Majorsiegers Jack Nicklaus. Der 65-Jährige verpasste mit 147 Schlägen (75+72) die Qualifikation für die beiden Schlussrunden, wurde aber von den zahlreichen Fans am 18. Grün empfangen. Als er dann auf der kleinen Swilcan Bridge anhielt, nahm er die Huldigungen entgegen. Nicklaus war zumindest einen Schlag besser als Titelverteidiger und US-Landsmann Todd Hamilton, der als zweiter Champion in Folge nach Ben Curtis vorzeitig scheiterte.

© SID

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