Tischtennis EM
Dttb-Teams haben EM-Medaillen sicher

Nach dem 3:1-Sieg gegen Frankreich haben die deutschen Spielerinnen bereits vor dem EM-Halbfinale am Montag in Belgrad eine Medaille sicher. Auch die Dttb-Herren stehen nach dem 3:1 gegen Weißrussland im Semifinale.

Das Halbfinale bei der EM in Belgrad ist noch nicht gespielt, doch die deutschen Tischtennis-Teams haben eine Medaille bereits sicher. Die Damen machten den Anfang und ließen im Viertelfinale nach dem 3:2-Auftakterfolg gegen Gastgeber Serbien gegen Frankreich ein 3:1 folgen. Das Team von Bundestrainer Jörg Bitzigeio hat damit Bronze bereits vor dem Semifinale am Montag (10.00 Uhr) gegen Ungarn sicher. Zuletzt hatte eine Damen-Mannschaft des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) vor fünf Jahren bei der EM in Zagreb durch den Einzug ins Endspiel eine Medaille bei internationalen Meisterschaften gewonnen.

Bei den Herren zogen die WM-Dritten um den Weltranglistenvierten Timo Boll (Gönnern) durch ein 3:1 im Viertelfinale gegen Ex-Europameister Weißrussland in die Vorschlussrunde am Montag (16.00) gegen Polen ein. Damit haben sie ebenso mindestens Bronze sicher.

Einzige Nation mit zwei Halbfinalisten

"Wir haben auf ein solches Gesamtergebnis nach dem ersten Tag gehofft, aber sicher davon ausgehen konnte man bei der Leistungsdichte in der europäischen Spitze nicht. Unsere Mannschaften sind aber konzentriert zu Werke gegangen und haben sich die Medaillen mit guten Leistungen verdient. Dass nur Deutschland in beiden Halbfinals vertreten ist, macht uns stolz und spricht für unsere Breite in der Spitze", kommentierte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig vom Deutschen Tischtennis-Bund (Dttb) den fünften "Doppelpack" seiner Teams in der 49-jährigen EM-Geschichte.

Boll und seine Kollegen, bei der EM 2005 in Aarhus als Titelkandidat Nummer eins schon im Viertelfinale gescheitert, bewiesen diese Ausgeglichenheit in ihren beiden Partien. Hatte Bundestrainer Richard Prause zum Auftakt gegen die Franzosen neben seinem Topspieler noch den 18 Jahre alten EM-Neuling Dimitrij Ovtcharov (Tündern) und den auch nur drei Jahre älteren Doppel-Vizeweltmeister Christian Süß aufgeboten, schickte der Coach in der anschließenden Revanche für das verlorene EM-Finale von 2003 (Courmayeur) den 37 Jahre alten Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Gönnern) anstelle von "Dima" gegen die Weißrussen in die Box.

Prause: "Hinter Timo schwer auszurechnen"

"Wir haben genutzt, dass wir hinter Timo schwer auszurechnen sind. Vom Titel zu reden, kommt für uns aber noch zu früh. Wir konzentrieren uns ganz auf das Halbfinale", meinte Prause nach dem ersten Etappenziel. Die Weichen zum Sieg hatte Süß im dritten Einzel gestellt, ehe Boll durch seinen zweiten Erfolg mit einem 3:1 gegen Europameister Wladimir Samsonow den Medaillengewinn perfekt machte.

Auch im deutschen Damen-Lager, wo Rekordmeisterin Struse (Kroppach) beim Sprung in die Medaillenränge gegen die "Equipe tricolore" mit zwei Punkten ebenso überragte wie zuvor gegen Serbien ihre Klubkameradin Wu Jiaduo, sah Prauses Kollege Jörg Bitzigeio in der sicheren Bronzemedaille nur eine Zwischenstation. "Wir werden gegen Ungarn eine Mannschaft aufbieten, die gewinnen kann", sagte der Coach.

Vor allem die Rehabilitierung für die enttäuschende Heim-WM 2006 in Bremen, wo sein Team nur Platz elf belegt hatte, freute Bitzigeio: "Ich bin glücklich, dass die Mannschaft gezeigt hat, was sie wirklich kann, und endlich wieder ihr wahres Leistungsvermögen bei einem großen Turnier abgerufen hat." Struse, wie auch Elke Wosik (Busenbach) in den 90ern Mitglied der "Golden Girls" genannten Erfolgsmannschaft, stimmte dem Trainer zu: "Wir stehen da, wo wir vom Potenzial der Mannschaft auch hingehören."

© SID

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