Tischtennis International
Ovtcharov und Seoul duellieren sich in Runde eins

Lospech für Dimitrij Ovtcharov und Bastian Steger: Die deutschen Einzelstarter treffen bei den Grand Finals der Tischtennis-Pro-Tour in Seoul in der ersten Runde aufeinander.

Lange Reise, kurzes Vergnügen: Für einen der beiden deutschen Einzelstarter bei den am Freitag beginnenden Grand Finals der Tischtennis-Pro-Tour in Seoul ist der Wettbewerb nach Runde eins bereits beendet. Denn die Auslosung führte den viermaligen Mannschafts-Europameister Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland) und Bastian Steger (Saarbrücken) zum Auftakt zusammen. "Es ist natürlich nicht so toll, dass man fast neuntausend Kilometer fliegt, um dann schon im ersten Spiel aufeinderzutreffen", sagte der gebürtige Ukrainer Ovtcharov.

Auch Bastian Steger bedauerte das Lospech: "Es war ja klar, dass die Chance besteht, auf einen der vier Topgesetzten gelost zu werden. Dass es ausgerechnet Dima wurde, ist natürlich schade", sagte der 29-Jährige, der sich aber gemeinsam mit Vizeeuropameister Patrick Baum (Düsseldorf) im Doppel Hoffnungen auf eine Medaille machen darf.

In Abwesenheit von Rekord-Europameister Timo Boll und der chinesischen Topstars gilt Dimitrij Ovtcharov als einer der Titelkandidaten bei der mit 365 000 Dollar dotierten Veranstaltung. Auch der 22-Jährige selbst glaubt an seine Titelchance. "Ich habe intensiv trainiert und fühle mich sehr gut in Form", sagte Ovtcharov.

Als Hauptkonkurrent von Ovtcharov, dessen Freispruch nach einem positiven Clenbuterol-Befund derzeit vom Deutschen Tischtennis-Bund (Dttb) überprüft wird, gilt der topgesetzte Ex-Europameister Wladimir Samsonow (Weißrussland). Aussichtsreiche Medaillenkandidaten sind auch World-Cup-Halbfinalist Jun Mizutani (Japan), Südkoreas Lokalmatador Oh Sang Eun sowie Chuang Chih-Yuan (Taiwan).

Die Grand Finals sind eigentlich das Stelldichein der 16 Jahrespunkbesten, dieses Mal aber nicht. Boll, der ab Januar mit Erscheinen der neuen Ittf-Notierung erstmals seit 2003 wieder an der Spitze der Welt stehen wird, kam in diesem Jahr wie Chinas Top-Athleten nicht auf die notwendige Mindestanzahl an Turnierteilnahmen und erfüllte damit die Qualifikationskriterien nicht. Der Düsseldorfer hatte 2005 sowohl die Einzel- als auch die Doppelkonkurrenz (mit Christian Süß) gewonnen.

© SID

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