Tischtennis International
Versöhnlicher Abschluss für Dttb-Herren

Mit einem Erfolgserlebnis haben sich die deutschen Tischtennis-Herren vom World Team Cup in Magdeburg verabschiedet. Die Europameister siegten im letzten Gruppenspiel ohne Timo Boll 3:0 gegen Tschechien.

Mit der Medaillenvergabe haben die deutschen Tischtennis-Asse beim World Team Cup in Magdeburg nichts zu tun. Nach dem Europameister-Team der Herren schieden am Samstag auch die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) in der Vorrunde aus.

Deutsche Herren mit Abschlusserfolg

Während die erneut ohne den grippekranken Weltranglisten-Vierten Timo Boll (Düsseldorf) angetretenen Herren durch ihren einzigen Erfolg mit 3:0 gegen Tschechien einen versöhnlichen Abschluss schafften, hofften die Damen während ihrer erwarteten 0: 3-Abschlussniederlage gegen Weltmeister vergeblich auf Japans Schützenhilfe im gleichzeitigen Match gegen Ungarn und mussten nach dem 3:2-Sieg der Magyarinnen ebenfalls die Koffer packen.

"Wir hatten uns das Turnier natürlich anders vorgestellt, als es nun letztlich für uns gelaufen ist. Unser Ziel war, in den Halbfinals und nach Möglichkeit auch am Sonntag in den Endspielen noch dabei zu sein. Deswegen sind wir auch enttäuscht, dass wir das nicht realisieren konnten, auch wenn wir durchaus auch positive Erkenntnisse aus Magdeburg mitnehmen", bilanzierte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig vom Deutschen Tischtennis-Bund (Dttb).

Boll war am Samstag wegen seiner stärker gewordenen Grippe ans Bett im Mannschafts-Hotel gefesselt und erhielt die Nachricht vom Erfolg seiner Kollegen gegen den WM-Fünften Tschechien per SMS. Nach den Niederlagen am Vortag gegen Österreich (1:3) und Vizeweltmeister Südkorea (2:3) sorgten der zweifache Europameister Christian Süß (Düsseldorf) im Einzel sowie mit Bastian Steger (Frickenhausen) im Doppel sowie der EM-Dritte Dimitrij Ovtcharov (ebenfalls Düsseldorf) für den einzigen Sieg der WM-Dritten bei dem 240 000-Dollar-Turnier.

Boll für Barcelona wohl wieder fit

In Bezug auf Bolls Genesung verbreitete Bundestrainer Richard Prause Zuversicht. "Er musste nun zwar definitiv im Bett bleiben, aber es ist absolut nichts Dramatisches. Wir hoffe, dass wir ihn in den nächsten beiden Tagen fit bekommen, dass er nächste Woche beim Einzel-Weltcup in Barcelona wieder spielen kann", beschrieb der Coach die Situation des Europameisters.

Bei den Dttb-Damen, die unabhängig von ihrem Match gegen China nur im Falle eines 3:1-Erfolgs des WM-Dritten Japan gegen Ungarn noch Halbfinal-Chancen gehabt hätten, haderte Bundestrainer Jörg Bitzigeio nach dem Aus mit der vergebenen Gelegenheit zum vorzeitigen Einzug in die Vorschlussrunde gegen Ungarn: "Es ist immer die schlechtere Lösung, wenn man auf Hilfe von Dritten angewiesen ist. Wir hätten durch einen Sieg gegen Ungarn aus eigener Kraft weiterkommen können, haben diese Chance aber ungenutzt gelassen."

© SID

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