Tischtennis International
Weltcup in Paris für Boll schnell beendet

Schon nach zwei Einzeln in der Gruppenphase ist Timo Boll beim Weltcup in Paris ausgeschieden. Damit verpasste der Tischtennis-Star aus Gönnern auch eine mögliche Rückkehr auf Rang eins der Weltrangliste.

Die Reise nach Paris hat sich für Timo Boll nicht gelohnt: Der Tischtennis-Star aus Gönnern hat beim Weltcup in Frankreichs Hauptstadt seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung frühzeitig begraben müssen. Der Weltranglistenzweite hat in der Vorrunden-Gruppe B nach Niederlagen gegen den Griechen Kalinikos Kreanga (2:4) und den weißrussischen Europameister Wladimir Samsonow (2:4) schon vor seinem letzten Gruppenspiel am Samstag (13.45 Uhr) gegen Afrika-Champion Lashin El-Sayed keine Chancen mehr auf den Einzug ins Viertelfinale.

"Ich weiß auch nicht so recht, woran es gelegen haben kann. Ich habe mich zuletzt im Training und auch die Wochen davor wirklich sehr gut gefühlt. Irgendwie bin ich nicht an meine 100 Prozent gekommen", meinte der Weltranglistenzweite nach seinem Aus ernüchtert: "Ich bin schon recht enttäuscht. Als Titelverteidiger hätte ich von mir selbst schon mehr als eine 0:2-Bilanz nach den ersten Spielen erwartet. Vielleicht liegt ja für mich auch ein Fluch über Paris, denn schon 1995 bei der Jugend-EM habe ich katastrophal abgeschnitten."

Prause: "Timo ist keine Maschine"

Bei der ersten Niederlage seit rund vier Jahren gegen Kreanga, der im Computer-Ranking 13 Plätze tiefer notiert ist, machten dem Hessen ab Mitte des Spiels Vorhandprobleme deutlich zu schaffen. Im Duell mit dem Weltranglistenfünften Samsonow hatte Boll diese Schwierigkeiten zwar überwunden, dafür aber kam Samsonow oft mühelos mit den Aufschlägen des deutschen Meisters zurecht.

Bundestrainer Richard Prause lobte die Steigerung seines Schützlings im Match gegen Samsonow gegenüber der Auftaktpartie, musste jedoch nach der entscheidenden Niederlage gegen den Weißrussen trotz einer 2:0-Satzführung auch konstatieren: "Kreanga und Vladi waren einfach besser." Einen Trend aus den Niederlagen des "Chinesen-Schrecks" gegen Kontrahenten vom eigenen Kontinent wollte der Coach allerdings nicht bestätigen: "Timo ist keine Maschine. Er war in diesem Jahr schon sehr erfolgreich, aber er kann keine Erfolge am Fließband produzieren."

Boll, der im Falle seines dritten Weltcup-Triumphes Chancen auf eine Ablösung des chinesischen Weltmeisters Wang Liqin als Nummer eins der Weltrangliste gehabt hätte und am Samstag (13.45 Uhr) zum Vorrunden-Abschluss gegen Afrika-Champion Lashin El-Sayed (Ägypten) nur noch für die Galerie spielt, will sich von dem Rückschlag allerdings nicht unterkriegen lassen. "Ab jetzt habe ich eigentlich nur noch Olympia 2008 in Peking im Blick. Bei der WM 2007 in Zagreb möchte ich zwar auch eine Medaille, aber genau genommen sind alle anderen Turniere bis Peking für mich nur noch Durchgangsstationen", sagte Boll.

© SID

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