Tischtennis National
Bei deutschen Tischtennis-Assen gehen Lichter aus

Das Tischtennis-Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden in Hamm ist beim Stande von 2:2 wegen eines Stromausfalls in der Halle abgebrochen worden.

Ein Stromausfall hat der erfolgreichen Olympia-Generalprobe von Tischtennis-Europameister Deutschland einen Strich durch die Rechnung gemacht. Beim Länderspiel gegen Schweden in Hamm fiel der Strom im ersten Satz des entscheidenden Einzels zwischen Doppel-Europameister Christian Süß und Robert Svensson aus, so dass der Vergleich beim Stand vom 2:2 abgebrochen werden musste. Süß lag im ersten Durchgang mit 8:5 vorn. Bei den am 8. August in Peking startenden Sommerspielen gilt Deutschland im erstmals ausgetragenen Team-Wettbewerb als heißer Medaillenkandidat.

Gegen die Skandinavier, die kurzfristig auf den leicht verletzten Ex-Weltmeister Jörgen Persson verzichten mussten, sorgte Boll in der Auftaktpartie gegen Jens Lundquist für den ersten Wackler. Vor 1 500 Zuschauern und in extrem hoher Luftfeuchtigkeit ging der Weltranglistenerste gegen den schwedischen Meister 2:0 in Führung, gab dann aber die folgenden beiden Sätze ab. Im Finaldurchgang offenbarte Boll dann seine Extraklasse und schmetterte Lunquist mit 11:4 vom Tisch.

Der EM-Dritte Dimitrij Ovtcharov tat sich gegen Robert Svensson nicht leichter. Der 19-Jährige rannte gegen den als 106. der Weltrangliste 92 Plätze tiefer notierten Schweden einem 1: 2-Rückstand hinterher, glich aus und verlor dennoch mit 2:3. An der Seite von Christian Süß ging Ovtcharov im Doppel gegen Lundquist und Pär Gerell 0:3 unter.

Boll ließ bei seinem zweiten Auftritt Gerell keine Chance, bezwang den Schweden locker mit 3:0 und sorgte noch einmal für Hoffnung auf der deutschen Bank. Sein Düsseldorfer Vereinskollege Süß war gut in das entscheidende Match gegen Svensson gestartet, ehe die Dunkelheit ihn stoppte.

Das Düsseldorfer Trio Boll, Ovtcharov, Süß war mit müden Beinen in den Olympia-Härtetest gestartet. Nach mehreren Konditionstrainingslagern stand das Team erst seit knapp einer Woche wieder vorrangig am Tisch. Dennoch zeigte die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) auch spielerisch gute Ansätze.

Trotz des Abbruchs bleibt festzuhalten, dass die Revanche für eine der wohl bittersten Niederlagen misslang. Gegen das Drei-Kronen-Team setzte es vor zwölf Jahren letztmals die Höchststrafe, als Jörg Roßkopf und Co. damals ebenfalls in Hamm ohne Satzgewinn mit 0:4 untergingen.

In Hamm wurde nun noch einmal der Ernstfall im neuen olympischen System geprobt. In dem eigens für die Sommerspiele in Peking geschaffenem System werden zunächst zwei Einzel gespielt, dann folgt das Doppel und wenn nötig zwei weitere Einzel. Die taktische Besonderheit ist, dass jeder Spieler nur maximal zwei Mal zum Einsatz kommen darf.

© SID

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