Tischtennis National
Boll verpasst Finale bei der German Open

Deutschlands Tischtennis-Ass Timo Boll kann seinen Titel bei der German Open in Bremen nicht verteidigen. Der Europameister unterlag dem chinesischen Junioren-Weltmeister Ma Long deutlich mit 0:4.

Überraschung bei der German Open: Europameister Timo Boll hat das Finale des Turniers in Bremen verpasst. Für den Europameister war Chinas Jungstar Ma Long wieder eine Nummer zu groß. Doch Boll zeigte sich nicht enttäuscht: "Ich habe ein gutes Turnier gespielt und starke Spieler wie Samsonow oder Saive geschlagen. Das zeigt, dass meine Leistungskurve weiter nach oben zeigt." Der Düsseldorfer war als Titelverteidiger im Halbfinale beim 0:4 (9:11, 7:11, 10:12, 13:15) gegen den Weltranglisten-Siebten Ma Long wie schon in der Vorwoche bei den French Open ohne Chance.

"Ich hätte mich gerne für die Niederlage in Toulouse revanchiert, aber Ma Long war in den entscheidenden Phasen eben einen Tick besser", gestand Timo Boll, der als Trostpreis 5 400 Dollar Prämie kassierte. Der chinesische Junioren-Weltmeister Ma Long gewann anschließend auch das Endspiel gegen seinen Landsmann Ma Lin mit 4:1 (11:8, 11:7, 12:14, 11:5, 11:8). Ma Lin hatte in der Vorschlussrunde Weltmeister Wang Liqin (China) mit 4:1 ausgeschaltet.

Der 26 Jahre alte Weltranglisten-Vierte Timo Boll hatte zuvor mit Erfolgen im Achtelfinale gegen den belgischen Altstar Jean-Michel Saive (4:2) und im Viertelfinale gegen den weißrussischen EM-Zweiten Wladimir Samsonow (4:3) überzeugt.

Aus dem Team der deutschen Europameister-Mannschaft sorgte neben Boll auch sein Düsseldorfer Vereinskollege Christian Süß für positive Schlagzeilen. Der Doppel-Europameister erreichte durch ein 4:1 gegen den japanischen Abwehrstrategen Koji Matsushita erstmals in seiner Karriere das Viertelfinale eines Pro-Tour-Turniers, musste sich allerdings danach WM-Titelträger Wang deutlich mit 0:4 geschlagen geben.

Süß verbessert Chancen auf Olympia-Ticket

Dennoch dürfte der 22-Jährige Süß durch seine Leistungssteigerung nach zuletzt mehreren Misserfolgen seine Chancen auf einen Platz im Olympia-Team für Peking 2008 hinter Boll und dem EM-Dritten Dimitrij Ovtcharov (Düsseldorf), der im Achtelfinale gegen Wang mit 3:4 nur knapp eine Sensation verpasste, wieder erheblich verbessert haben.

Bei den Damen, wo Weltmeisterin Guo Yue (China) überraschend im Achtelfinale gegen eine Teamkollegin ausschied, verbuchte die frühere EM-Dritte Elke Wosik durch eine Viertelfinal-Teilnahme das beste Ergebnis für den Deutschen Tischtennis-Bund (Dttb). In der Vorschlussrunde machen drei Chinesinnen und eine Spielerin aus Hongkong die Titelgewinnerin unter sich aus.

© SID

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