Tischtennis National
Jörg Roßkopf will Karriere fortsetzen

Ein Karriereende kommt für Tischtennisspieler Jörg Roßkopf noch nicht in Frage. Dem Rekordnationalspieler liegen lukrative Angebote vor, weshalb er noch ein Jahr dranhängen möchte.

Deutschlands Mr. Tischtennis hängt noch ein Jahr dran: Für Jörg Roßkopf ist das zum Sommer angedachte Karriere-Ende vorerst vom Tisch. "Ich habe ziemlich lukrative Angebote aus dem In- und Ausland. Ich werde wohl noch ein Jahr weiterspielen", sagte Roßkopf dem sid.

Seine Zukunft sieht der 39-Jährige nicht beim TTC Jülich, für den er momentan in der Deutschen Tischtennis-Liga aufschlägt, sondern eher im Ausland. Vereine aus Frankreich und vor allem Russland locken mit gut dotierten Verträgen, Roßkopf traut sich zu, dort noch gut mitspielen zu können.

Gerade in Russland wird viel Geld investiert, um die Popularität des Tischtennis zu steigern. Ein mit zwei Olympiamedaillen (Doppel-Silber 1992, Einzel-Bronze 1996) dekorierter Roßkopf würde gut ins Konzept passen. "Im Endeffekt ist aber noch nichts unterschrieben. Nach den Katar Open, also Ende Februar, soll aber eine Entscheidung fallen", sagte Roßkopf.

Bisher steht lediglich fest, dass sich "Rossi" wie schon zuletzt in Jülich lediglich für ein Jahr festlegen will. Ein längerfristiger Vertrag kommt nicht infrage und lässt sich wohl auch mit den Trainer-Ambitionen des Rekord-Nationalspielers nicht vereinbaren. Momentan ist Roßkopf Assistent von Männer-Bundestrainer Richard Prause.

Noch aber sucht Roßkopf in seinem hohen Tischtennis-Alter am Tisch die Herausforderung. Ein Engagement in Katar, wo sein alter Weggefährte Steffen Fetzner als Trainer arbeitet, kommt deshalb nicht infrage. "Das wäre mir zu langweilig, zumal es in Katar keine richtige Liga gibt", sagte Roßkopf.

Für Roßkopf wäre ein Wechsel nach Frankreich oder Russland das erste Auslands-Engagement der Karriere. Vor seiner Zeit in Jülich griff der Doppel-Weltmeister von 1989 in der Bundesliga nur für Rekordmeister Borussia Düsseldorf (1986 bis 2000) und den TTV Gönnern (2000 bis 2007) zum Schläger.

Selbst wenn sich Roßkopf für ein vergleichsweise leises Karriereende im fernen Russland entscheidet, erhält er in Deutschland einen gebührenden Abschied. Ein Abschiedsspiel möchte Roßkopf nicht, der Deutsche Tischtennis-Bund (Dttb) will seinen jahrelangen Top-Athleten aber am Rande eines großen Turniers offiziell in Spieler-Rente schicken.

© SID

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