Tischtennis Turnier
Boll bleibt bei Pro Tour Finals ohne Medaille

Im Viertelfinale der Pro Tour Grand Finals 2007 in Peking war für Timo Boll Endstation. Der Europameister musste sich trotz starker Leistung dem an Position eins gesetzten Chinesen Ma Lin mit 2:4 Sätzen geschlagen geben.

Auch wenn Timo Boll im Viertelfinale der Pro Tour Grand Finals 2007 ausgeschieden ist, zog der Europameister ein positives Fazit. Im Kampf um eine Medaille brachte der Weltranglisten-Fünfte den an Position eins gesetzten Chinesen Ma Lin beim 9:11, 6:11, 11:9, 9:11, 11:8 und 8:11 in heftige Bedrängnis, vermochte jedoch am Ende die 2:4-Niederlage gegen den Vizeweltmeister am Olympia-Schauplatz 2008 nicht zu verhindern. Ma Lin gewann das Finale der mit 315 000 Dollar dotierten Veranstaltung schließlich gegen den Weltranglisten-Ersten Wang Hao mit 4:2 (12:10, 11:9, 10:12, 11:8, 5:11, 11:9).

Dennoch wertete der Düsseldorfer seinen Olympiatest im erneut nicht einmal halbgefüllten Peking University Gymnasium als gelungen: "Im Herbst noch bin ich gegen die Topchinesen ohne Satzgewinn geblieben. Jetzt aber hat man gesehen, dass die Chinesen auch im eigenen Haus in arge Not zu bringen sind. Man hat heute Ma Lin angemerkt, dass das ein sehr wichtiges Spiel für ihn war. Fast alle chinesischen Trainer haben auf der Tribüne gesessen und sehr genau beobachtet, was passiert. Der Druck für die Chinesen ist jetzt schon immens, und bei Olympia wird das noch mehr der Fall sein."

Favoritenstürze bleiben aus

Trotz seiner glänzenden Leistung haderte Boll ein wenig mit den verpassten Chancen in den Sätzen eins, vier und sechs: "Die Leistung war ordentlich, aber das Ergebnis hätte noch besser sein können. Es ist wichtig für mich, dass ich hier in der Olympiahalle gespürt habe, auch gegen die Chinesen etwas auszurichten zu können. Umso mehr, wenn ich bis zu den Olympischen Spielen im August meine Topform erreiche, von der ich derzeit noch ein Stück entfernt bin."

Europameister Boll spielt am 21. und 22. Dezember noch in Changcha beim Turnier der Champions. Auch Wu Jiaduo (Kroppach), die gestern im Achtelfinale knapp mit 2:4 an Wang Yue Gu (Singapur) gescheitert war, und Deutschlands einzige Medaillengewinnerin bei den Grand Finals, die U21-Halbfinalistin Zhenqi Barthel (Holsterhausen), bleiben noch in Peking. Die Nationalspielerinnen wurden für die Europa-Auswahl nominiert, die am Dienstag und Mittwoch beim olympischen Mannschafts-Testturnier "Good Luck Beijing" an den Start geht.

Favoritenstürze sind bislang bei den mit 315 000 Dollar dotierten Grand Finals ausgeblieben. Im Damen-Einzel spielten sich erwartungsgemäß vier Chinesinnen im Halbfinale: Weltmeisterin Guo Yue, Olympiasiegerin Zhang Yining, Li Xiaoxia und Wang-Nan-Bezwingerin Guo Yan.

© SID

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