Tischtennis Turnier
Boll erreicht Halbfinale der German Open

Tischtennis-Profi Timo Boll hat sich bei den German Open in Bayreuth keine Blöße gegeben. Nach souveränen Siegen über Koji Matsushita und Petr Korbel steht der Weltranglistendritte im Halbfinale.

Das Aushängeschild des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb), Timo Boll, ist auch bei den German Open in Bayreuth die letzte deutsche Hoffnung in der Herren-Konkurrenz. Der Weltranglistendritte vom Champions-League-Gewinner TTV Gönnern erreichte durch standesgemäße Erfolge gegen den japanischen Abwehr-Routinier Koji Matsushita (4:0) sowie den tschechischen "Top 25"-Spieler Petr Korbel (4:2) das Halbfinale. Auf dem Weg zur Wiederholung seines German-Open-Erfolgs von 2004 in Leipzig trifft der Ex-Europameister am Sonntag (11.30 Uhr) im Halbfinale auf den 38 Plätze tiefer geführten Singapur-Chinesen Gao Ning.

"Petr hat mir alles abverlangt, aber ich war auch ganz gut", meinte Boll nach seinem Erfolg über den Düsseldorfer Bundesliga-Profi Korbel und schätzete seine Chancen auf den zweiten Pro-Tour-Titel binnen sechs Wochen nach seinem Erfolg bei den China Open zurückhaltend ein: "Von der Weltrangliste her bin ich natürlich schon der Favorit, aber die anderen können auch sehr gut spielen. Ich bleibe lieber Realist als ein zu großer Optimist."

Stumper im Viertelfinale

Aus der Riege der deutschen Asse konnte niemand dem 25-Jährigen in die Finalrunden folgen. Das beste Einzel-Ergebnis neben Boll verbuchte noch die frühere EM-Fünfte Laura Stumper (Busenbach) durch ihren Einzug ins Viertelfinale.

Für den ehemaligen EM-Zweiten Torben Wosik (Reutlingen/Angers-Frankreich), Jugend-Weltmeister Patrick Baum (Frickenhausen), Stumpers Klubkolleginnen Elke Wosik und Kristin Silbereisen sowie Ex-Nationalspielerin Tanja Hain-Hofmann dagegen waren die Achtelfinals Endstation. Im Doppel kam für die Doppel-Vizeweltmeister Boll/Christian Süß (Düsseldorf) und Elke Wosik/Wu Jiaduo (Kroppach) in der Vorschlussrunde das Aus.

Chefbundestrainer Dirk Schimmelpfennig zog vor dem letzten Tag eine positive Zwischenbilanz: "Aus unserer Sicht waren es gute German Open. Wir haben die Chancen, die sich durch die Abwesenheit der stärksten Chinesen und Koreaner ergeben haben genutzt. Die Damen haben ein sehr gutes Turnier gespielt. In dieser Breite sind wir bei den Damen schon lange nicht mehr so weit gekommen."

Im Herren-Einzel bestreiten Chinas neuer Abwehr-Star Hou Yingchao und der serbische Bundesliga-Legionär Aleksandar Karakasevic das zweite Halbfinale. Bei den Damen ermitteln die topgesetzte Weltranglistensechste Li Jia Wei (Singapur) und Ai Fukuhara (Japan) sowie Europameisterin Liu Jia (Österreich) und Stumpers Vereinskameradin Wang Yue Gu (Singapur) die Finalistinnen.

© SID

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