Tischtennis Turnier
Boll holt erneut Titel bei German Open

Timo Boll hat sich zum zweiten Mal den Titel bei den German Open gesichert. Der Weltranglistendritte besiegte im Finale in Leipzig den Chinesen Hou Yingchao 4:3 (9:11, 15:13, 10:12, 7:11, 13:11, 11:5, 11:7).

Timo Boll hat seine internationale Ausnahmestellung wieder einmal unter Beweis gestellt. Der Weltranglistendritte aus Gönnern hat zum zweiten Mal die German Open gewonnen. Im Finale von Bayreuth setzte sich der topgesetzte Europe-Top-12-Sieger gegen Chinas neuen Abwehrstar Hou Yingchao mit 4:3 (9:11, 15:13, 10:12, 7:11, 13:11, 11:5, 11:7) durch. Dadurch wiederholte Boll in Abwesenheit der Spitzenspieler aus dem Reich der Mitte seinen "Heimspiel"-Triumph von 2004 in Leipzig.

"Ich freue mich natürlich sehr, dass ich gerade vor eigenem Publikum erfolgreich sein konnte. Mir war auch sehr wichtig, dass ich gezeigt habe, dass ich durch mein frühes Aus beim Weltcup vor zwei Wochen in Paris in kein Loch gefallen bin", meinte der Linkshänder vom Champions-League-Sieger TTV Gönnern nach seinem ebenso spektakulären wie umkämpften Endspiel-Erfolg über den 26 Plätze tiefer notierten Asiaten.

Boll kassiert 17 500 Dollar Siegprämie

Für seinen insgesamt zehnten Titelgewinn auf der Pro Tour erhielt der 25 Jahre alte Linkshänder nach dem Endspiel-Sieg über den 26 Plätze tiefer geführten Asiaten eine Prämie von 17 500 Dollar. Im Halbfinale hatte der zweimalige Weltcupsieger den Singapur-Chinesen Gao Ning mit 4:0 aus dem Turnier geworfen.

Die Asse des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) holten in Bayreuth außerdem in den Doppel-Wettbewerben durch die Vizeweltmeister Boll/Christian Süß (Düsseldorf) und Elke Wosik/Wu Jiaduo (Busenbach/Kroppach) zwei Bronzemedaillen. Auch die zuletzt nur mittelmäßigen Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) sorgten mit dem Viertelfinal-Einzug von Laura Stumper (Busenbach) und drei weiteren Achtelfinal-Teilnahmen für zufriedene Mienen bei den Trainern.

Schimmelpfennig: "Für uns waren es gute German Open"

"Für uns waren es gute German Open. Timos Erfolg war das Sahnehäubchen. Aber wir haben auch insgesamt die Chancen, die sich durch die Abwesenheit der stärksten Chinesen und Koreaner ergeben haben, genutzt. Die Damen haben ein sehr gutes Turnier gespielt. In dieser Breite sind wir bei den Damen schon lange nicht mehr so weit gekommen", resümierte Dttb-Chefcoach Dirk Schimmelpfennig. Bei den Herren waren neben Boll auch der frühere EM-Zweite Torben Wosik (Reutlingen/Angers-Frankreich) und Jugend-Weltmeister Patrick Baum (Frickenhausen) bis in die Runde der besten 16 gekommen.

In seinem Gesamtfazit verwies Dttb-Präsident Thomas Weikert auch auf den guten Besuch im Frankenland: "Fast 10 000 Zuschauer sind gekommen. Damit haben sich auch außerhalb des Sports unsere Hoffnungen erfüllt."

© SID

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