Tischtennis Turnier
Boll ohne Mühe ins Halbfinale der German Open

Bei den German Open der Tischtennis-Profis in Magdeburg hat Weltcupsieger Timo Boll ohne Mühe das Halbfinale erreicht. Dagegen ist Boll im Doppel mit Christian Süß bereits im Viertelfinale gescheitert.

Weltcupsieger Timo Boll ist bei den German Open in Magdeburg nicht zu stoppen und hat ohne große Mühe das Halbfinale erreicht. Nach Siegen gegen den dänischen WM-Dritten Michael Maze (4:2) und seinen früheren "Angstgegner" Adrian Crisan (Rumänien/4:0) steht der Titelverteidiger in der Runde der letzten Vier. Mit seinem Halbfinal-Einzug entschädigte Boll damit die rund 5 000 Zuschauer für sein Viertelfinal-Aus im Doppel mit Christian Süß (Düsseldorf), durch das die Träume der Vizeweltmeister von einer Wiederholung ihres Vorjahres-Triumphes unerwartet früh platzten.

Auch Fejer-Konnerth im Halbfinale

Einen insgesamt starken Auftritt der weiteren Asse des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) beim "Heimspiel" krönte der EM-Fünfte Zoltan Fejer-Konnerth (Grenzau): Der frühere Doppel-Europameister warf überraschend "Europe Top 12"-Gewinner Alexej Smirnow (Russland) mit 4:1 aus dem 100 000-Dollar-Turnier und folgte später dem Weltranglistenzweiten Boll ins Semifinale. Bei den Damen sorgte Rekordnationalspielerin Nicole Struse (Kroppach) durch ihre Viertelfinal-Teilnahme (0:4 gegen die Chinesin Fan Ying) für das beste Ergebnis.

Boll bewältigte die kritische Situation nach dem Doppel-K.o. mit Süß (3:4 gegen die Österreicher Chen Weixing/Robert Gardos) bravourös: Nur 70 Minuten später hatte der 24-Jährige gegen Maze erfolgreich Revanche genommen für seine erste Niederlage in der laufenden Bundesliga-Saison sechs Tage zuvor und hielt Crisan, an dem der Hesse einst schier zu verzweifeln schien, danach ebenfalls souverän in Schach.

Boll nun gegen Ma Long

"Gegen Maze war es schwer direkt nach dem Doppel, auch weil ich zunächst kaum noch Kraft hatte. Aber dann habe ich die zweite Luft bekommen. Die Partie gegen Crisan hat nur nochmal gezeigt, dass ich ihn nicht mehr fürchten muss", erklärte der Linkshänder. Im Halbfinale bekommt Boll am Sonntag gegen den chinesischen Junioren-Weltmeister Ma Long erneut eine Revanche-Gelegenheit, nachdem der deutsche Meister Mitte September bei den China Open das erste Duell mit dem erst 17 Jahre alten "Wunderknaben" verloren hatte.

Fejer-Konnerth beendete gegen Smirnow und im Viertelfinale mit 4:3 gegen den Serben Aleksandar Karakasevic, der zuvor Olympiasieger Ryu Seung-Min (Südkorea) besiegt hatte, eine lange Durststrecke und unterstrich seine Ambitionen auf einen Platz im Dttb-Team für die Mannschafts-WM 2006 in Bremen (24. April bis 1. Mai). Aber auch der Düsseldorfer Bastian Steger überzeugte und verpasste im Achtelfinale gegen Crisan mit 3:4 ein Duell mit Boll nur knapp.

Struse in WM-Form

WM-reif präsentierte sich auch Struse. Der 4:0-Erfolg gegen die Japanerin Reiko Hiura fiel ausgesprochen sicher aus. An der 34-Jährigen, die als erste Dttb-Spielerin bei German Open seit drei Jahren das Viertelfinale erreichte, dürfte in Richtung Bremen ebenso wenig ein Weg vorbei führen wie an der derzeitigen Dttb-Spitzenspielerin Elke Wosik (Busenbach). Die frühere EM-Dritte musste eine Woche nach ihrer Bronzemedaille bei den Russian Open in St. Petersburg ihre Hoffnungen zwar durch ein 1:4 gegen die weißrussische Weltklasse-Abwehr-Strategin Viktoria Pawlowitsch begraben, hatte an der Elbe allerdings zuvor schon vollauf überzeugt.

Im Doppel hatten Boll/Süß im Entscheidungssatz zwei Matchbälle nicht zum Halbfinal-Einzug nutzen können. Süß machte aus der Enttäuschung der WM-Zweiten und Japan-Open-Sieger kein Hehl: "Wir haben nicht in unser Spiel gefunden. Leider hatte ich einen kleinen Einbruch. Schade nur, dass diese Niederlage ausgerechnet in Deutschland bei den German Open passieren musste."

© SID

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