Tischtennis WM
Boll und Co. peilen Gruppensieg an

Die deutschen Tischtennis-Herren haben bei der Mannschafts-WM in Bremen auch ihr zweites Vorrundenspiel siegreich beendet. Gegen Tschechien kamen Timo Boll und Co. zu einem 3:2-Erfolg und haben den Gruppensieg im Blick.

Die deutschen Tischtennis-Herren um Aushängeschild Timo Boll (Gönnern) haben bei der Mannschafts-WM in Bremen den zweiten Sieg im zweiten Spiel errungen. Gegen Tschechien kam die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) zu einem 3:2-Erfolg und visiert weiterhin den Gruppensieg an.

Vor rund 3 000 Zuschauern war der Weltranglistenzweite Boll wie schon tags zuvor beim 3:1-Auftakterfolg gegen Norwegen zweimal erfolgreich. Den dritten Zähler steuerte im entscheidenden fünften Match Doppel-Vizeweltmeister Christian Süß bei, nachdem der Düsseldorfer das Auftakteinzel ebenso verloren hatte wie Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Gönnern) das Match an Position drei. Ihr nächstes Spiel in der Gruppe C bestreiten die Gastgeber am Mittwoch (19.00 Uhr) gegen Polen.

Diskussionen um Rosskopf

Diskussionen um Routinier Rosskopf trübten jedoch anschließend die gute Stimmung im deutschen Lager. Roßkopf verspielte durch seine zweite Niederlage im zweiten Match möglicherweise seinen Platz im Team des weiter in Richtung Gruppensieg steuernden Vizeweltmeisters.

Roßkopf reagierte nach seiner unerwarteten 2:3-Niederlage gegen den international nicht zur Spitze zählenden Richard Vyborny auf Fragen nach seinem Stammplatz gelassen: "Natürlich bin ich enttäuscht und spiele auch nicht in der Form, die ich mir eigentlich erhofft hatte. Aber ich habe auch kein Problem damit, mich auf die Bank zu setzen, wenn die Trainer es für sinnvoll halten", erklärte der 36-Jährige vom Champions-League-Sieger TTV Gönnern.

Die Dttb-Coaches stellten sich allerdings nach dem Erfolg über Tschechien durch zwei Punkte des Weltranglistenzweiten Boll (Gönnern) und den entscheidenden Sieg durch Doppel-Vizeweltmeister Christian Süß (Düsseldorf) hinter den Ex-Europameister. "Man lässt einen Spieler auch nach zwei Niederlagen nicht fallen", sagte Dttb-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig, verwies allerdings auch auf die Kriterien für die Nominierung für das nächste Spiel gegen Polen: "Es geht um taktische Erwägungen und die aktuelle Form oder auch darum, wie ein Spieler seine Form im Spiel umsetzt."

Damen siegen ebenfalls

Vor dem Herren-Erfolg waren schon die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) dem Minimalziel Achtelfinale durch ein 3:1 gegen Ex-Europameister Italien einen großen Schritt näher gekommen. Nicole Struse (Kroppach), Elke Wosik (Busenbach) und WM-Neuling Wu Jiaduo (Kroppach) punkteten dabei für das Team von Bundestrainer Jörg Bitzigeio.

© SID

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