Tischtennis WM
Dttb-Asse gewinnen auch letztes Vorrundenspiel

Auch ohne Spitzenspieler Timo Boll haben die deutschen Tischtennis-Herren bei der Mannschafts-WM in Bremen das letzte Vorrundenspiel gewonnen. Gegen Serbien setzte sich die Dttb-Auswahl ohne große Mühe 3:1 durch.

Timo Boll und Co. können bei der Tischtennis-Mannschafts-WM in Bremen wohl nur durch einen Sprung über die "chinesische Mauer" ins Finale gelangen. Für den Fall eines Erfolgs der WM-Zweiten im Viertelfinale am Samstag (13.00 Uhr) gegen Russland würde schon im Semifinale tags darauf mit höchster Wahrscheinlichkeit Titelverteidiger und Topfavorit China zu einer Neuauflage des Endspiels von 2004 auf die Gastgeber warten.

"Gemessen an den Möglichkeiten, die auch denkbar waren, haben wir ein sehr schweres Los erwischt", kommentierte Chefbundestrainer Dirk Schimmelpfennig das Ergebnis der Finalrunden-Auslosung am Freitag. Die Russen avancierten danach durch ein 3:1 im Play-off gegen den fünfmaligen Weltmeister Schweden zum Gegner des deutschen Teams, das nach dem gesicherten Vorrunden-Sieg den bedeutungslosen Gruppen-Abschluss gegen Serbien auch ohne Weltcupsieger Boll (Gönnern) und Doppel-Vizeweltmeister Christian Süß (Düsseldorf) 3:1 gewann und damit an der Weser weiter ungeschlagen ist.

Prause: "Wir sind gute Hürdenläufer"

Bundestrainer Richard Prause mahnte die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (Dttb) zu voller Konzentration auf das Viertelfinale. "Wenn wir das Spiel gewonnen haben, dürfen wir von mir aus gerne einmal eine halbe Stunde weinen, dass wir schon im Halbfinale auf China kommen können, vorher nicht. Denn wir wollen erst einmal eine Medaille, das ist deutschen Herren-Mannschaften in 80 Jahren nur sechsmal gelungen. Wenn wir das geschafft haben, ist uns schon etwas sehr Großes gelungen."

Zugleich demonstrierte der Ex-Profi, der als Spieler mit der Mannschaft 1993 in Göteborg WM-Bronze gewonnen hatte, das große Selbstbewusstsein seiner Mannschaft: "Vor uns liegen hohe Hürden, aber wir sind gute Hürdenläufer."

Schlechte Bilanz gegen Chinas Weltklassespieler

Gegen die Russen, deren Erfolg gegen die "Tre Kronors" auch die große Karriere von Schwedens 40 Jahre altem Idol Jan-Ove Waldner auf internationaler Bühne praktisch endgültig beendete, spricht die Statistik für das Boll-Team. Beide Duelle mit dem Team der Bundesliga-Profis Fedor Kusmin und Dimitri Mazunow vom Ex-Meister TTF Ochsenhausen bei WM-Turnieren entschieden die Dttb-Mannschaften für sich. In Duellen mit der "Weltmacht" China, die im Viertelfinale gegen Frankreich spielt, gingen deutsche Herren außer im Endspiel vor zwei Jahren auch in allen 15 vorherigen WM-Vergleichen Duellen als Verlierer aus der Box. Süß nahm die mögliche Vorverlegung des allseits erhofften "Traumfinales" in die Vorschlussrunde gelassen: "Wer weiß schon, wofür das gut sein kann."

© SID

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