Tischtennis WM
Dttb-Teams eilen bei WM von Sieg zu Sieg

Die deutschen Tischtennis-Männer haben bei der Mannschafts-WM in Guangzhou (China) gegen Serbien 3:1 gewonnen, die Damen bezwangen Österreich und Weißrussland.

Für den Deutschen Tischtennis-Bund (Dttb) hat die Mannschafts-WM in Guangzhou (China) optimal begonnen. Nach dem Auftaktsieg gegen Russland besiegte das von Richard Prause trainierte Männer-Team Serbien 3:1. Die Frauen stehen nach dem 3:0 gegen Österreich und dem anschließenden Krimi gegen Weißrussland (3:2) bereits im Achtelfinale.

"Am Ende haben wir die Partie dominiert und somit verdient gewonnen", sagte Prause, der ohne den verletzten Timo Boll auskommen muss. Der Düsseldorfer Dimitrij Ovtcharov war als neue Nummer eins wie schon am Vortag der Matchwinner im deutschen Team. Nachdem sein Vereinskollege Christian Süß gegen Serbiens Topspieler Aleksandar Karakasevic (3:2) für die Führung gesorgt hatte, holte der EM-Dritte gegen Marko Jevtovic (3:0) und Mixed-Europameister Karakasevic (3:2) die beiden weiteren Punkte. Einzig Bastian Steger (Frickenhausen) verlor sein Match gegen Slobodan Grujic 1:3.

Prause: "Der Weg bei dieser WM ist noch ziemlich lang"

Mit einem Erfolg gegen die noch sieglosen Franzosen kann nun der Einzug in die nächste Runde so gut wie perfekt gemacht werden. Doch die große Rechnerei hat im Dttb-Team noch nicht begonnen. "Der Weg bei dieser WM ist noch ziemlich lang. Deshalb ist es wichtig, den richtigen Spannungsbogen aufzubauen", mahnte Prause.

Der 19-jährige Ovtcharov lieferte sich gegen Karakasevic ein enges Match. Nach einer 2:0-Satzführung für den Deutschen glich der Serbe aus und wehrte im fünften Durchgang fünf Matchbälle in Folge ab. Doch Ovtcharov ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und entschied den finalen Satz letztlich mit 11:7 für sich.

Den Frauen glückte die Revanche für das Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM 2006 in Bremen gegen Österreich überraschend deutlich. "Dass es so glatt gelaufen ist, ist für uns natürlich super. Wir haben mutig aufgestellt. Unser Risiko ist belohnt worden", sagte Frauen-Trainer Jörg Bitzigeio, der Zhenqi Barthel (Holsterhausen) den Vorzug vor Ex-Europameisterin Elke Wosik (Busenbach) gab.

Deutschlands Nummer eins Wu Jiaduo (Kroppach) erkämpfte nach 0:2-Satzrückstand gegen Li Qian durch einen 3:2-Sieg den ersten Punkt. "Das war ein wirklich schweres Spiel, ich musste hart kämpfen", meinte Wu nach dem Auftaktsieg. Barthel erhöhte durch ein 3:1 gegen Liu Jia auf 2:0, ehe die 17-Jährige Amelie Solja (Fraulautern) durch ihren 3:0-Erfolg gegen Veronika Heine ihren ersten WM-Sieg verbuchte und den Endstand herstellte.

Wu legt Grundstein

Gegen den WM-Dritten aus Weißrussland legte Wu durch ein 3:1 gegen die Wiktoria Pawlowitsch den Grundstein zum dritten Sieg in Serie, als sie nach rund 45 Minuten ihren sechsten Matchball gegen die Defensivspezialistin verwandelte. Wosik erhöhte gegen Weronika Pawlowitsch (3:0), ehe Weißrussland durch Niederlagen von Barthel (1:3 gegen Tatjana Kostromina) und Wosik (2:3 gegen Wiktoria Pawlowitsch) ausglich.

Wu holte jedoch durch ein 3:2 im entscheidenden Spiel gegen Weronika Pawlowitsch den letzten nötigen Punkt, der mit einem 12:10 im entscheidenden Satz denkbar knapp ausfiel. In der Nacht zu Dienstag treffen die Dttb-Frauen auf den bisher ungeschlagenen Mitfavoriten Hongkong.

© SID

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