Titelgewinn in der Basketball Bundesliga
Rheinenergie Köln feiert ersten Meistertitel

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte durfte sich Rheinenergie Köln über die deutsche Basketball-Meisterschaft freuen. Mit dem 85:74 (45:32) in eigener Halle über Pokalsieger Alba Berlin entschieden die Rheinländer die "best of five"-Finalserie vorzeitig mit 3:1 für sich und nahmen damit eindrucksvoll Revanche für das 0:3 in den Endspielen vor vier Jahren gegen den siebenmaligen Titelträger aus der Hauptstadt.

Nach dem insgesamt ersten Heimsieg in den allesamt spannenden und hochklassigen Duellen der Play-off-Endspiele kannte der Jubel unter den 3 200 Zuschauern im ausverkauften Energydome keine Grenzen. Zwei Tage nach dem 82:80 im Basketball-Krimi in Berlin nutzte die Mannschaft von Sasa Obradovic am Ende seines ersten Trainerjahres den ersten Matchball zum großen Triumph und insgesamt dritten Kölner Titel nach den Pokalsiegen 2004 und 2005 in den bisherigen fünf Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit.

Mcelroy als "MVP" geehrt

Zwei Tage nach dem spektakulären 82:80 im Basketball-Krimi in der Hauptstadt ging die junge Mannschaft von Sasa Obradovic hochmotiviert in die Begegnung vor 3 200 Zuschauern im ausverkauften Energydome, hielt aber am Ende dem großen Erfolgsdruck gegen die Routiniers des siebenmaligen Meisters aus Berlin nicht stand. Bei der Siegerehrung wurde der überragende Kölner Immanuel Mcelroy als "MVP" der Play-offs ausgezeichnet.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start, gingen früh mit 10:2 (3.) in Führung und verteidigten den Vorsprung nicht zuletzt aufgrund einer konzentrierten Vorstellung in der Abwehr bis zum Ende des ersten Viertels (25:18). Köln aggierte, angetrieben von den beiden Aufbauspielern Titus Ivory und Michael Jordan äußerst aggressiv und zeigte jenen Siegeswillen, mit dem es am vergangenen Sonntag in Berlin einen 24-Punkte-Rückstand wettgemacht und die Begegnung in letzter Sekunde gedreht hatte.

Bis zur 13. Minute baute Rheinenergie den Vorsprung auf zwölf Punkte 30:18 aus. Die Berliner wirkten teilweise ratlos gegen die auch mental schnelleren Kölner und leistetet sich besonders in der Defensive einige Schwächen. Die Gastgeber, die mit einem Schnitt von 23,3 Jahren das jüngste Team der Liga stellen, nutzten die Chance und bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 13 Punkte aus.

Schlussoffensive reicht Alba nicht

Den Titel vor Augen fand Rheinenergie nach dem Wechsel schneller in die Begegnung und führte nach 23 Minuten sogar mit 15 Punkten (49:34). Die erwartete Reaktion der Berliner, die allerdings auf ihren verletzten Bundesliga-"MVP" Jovo Stanojevic verzichten mussten, blieb aus. Auch die Versuche der "Albatrosse"über Distanzschüsse wieder ins Spiel zu kommen misslang. Die Vorentscheidung war mit dem 63:45 zwei Minuten vor Ende des dritten Spielabschnitts scheinbar gefallen. Doch Berlin kam nocheinmal mächtig auf und verkürzte bis auf zwei Punkte (73:71).

Die Gastgeber hatten in Glen Mcgowan (17 Punkte) ihren besten Werfer. Treffsicherter Berliner war Sharrod Ford (25 Punkte).

© SID

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