Titelverteidigung bei Deutschland-Tour noch ungewiss
Sinkewitz offenbar auf dem Abstellgleis

Auf Patrick Sinkewitz kommen beim belgischen Quick-Step-Rennstall ungemütliche Zeiten zu. Nach Bekanntwerden seines Wechsels zu T-Mobile erwägt sein Teamchef Patrick Lefevere den Deutschen nicht mehr einzusetzen.

Deutschland-Tour-Gewinner Patrick Sinkewitz steht bei seinem Arbeitgeber Quick Step nicht mehr hoch im Kurs. Nach Bekanntwerden seines Wechsels zum T-Mobile-Team in der kommenden Saison plant der belgische Rennstall den Rest der Saison offenbar ohne den 25-Jährigen. "Vielleicht wird er für uns gar nicht mehr fahren", erklärte Quick-Step-Teamchef Patrick Lefevere.

"Lefevere ist nicht professionell genug"

Zwischen dem Belgier und Sinkewitz sind die Fronten seit dem Tour-Start verhärtet. "Ich bin seit 25 Jahren im Geschäft, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte Lefevere, der nach eigenen Angaben eine mündliche Zusage von Sinkewitz für eine Vertragsverlängerung erhalten habe. Dem entgegnet der Deutsche: "Lefevere ist nicht professionell genug zu akzeptieren, dass ich den Rennstall verlassen werde."

Beinahe wäre für Sinkewitz sogar das Tour-Debüt ins Wasser gefallen, nachdem T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig zwei Tage vor dem Beginn der Frankreich-Rundfahrt die Verpflichtung des hoffnungsvollen Jungprofis bekannt gegeben hatte. "Hätte ich einen Ersatzfahrer gehabt, wäre Sinkewitz nicht gefahren", sagte Lefevere und vermied fortan jeglichen Kontakt mit ihm.

Auf Sinkewitz" Leistung angesprochen, lästerte Lefevere nur: "Was hat er während der Tour geleistet? Ich habe nicht viel gesehen." Im Gesamtklassement weist Sinkewitz derzeit einen Rückstand von über 20 Minuten auf. Sollte der Quick-Step-Teamchef seine Androhung in die Tat umsetzen, dann würde die im August stattfindende Deutschland-Tour ohne den Titelverteidiger über die Bühne gehen.

© SID

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