Titelverteidigung in Paris
Rafael Nadal triumphiert bei den French Open

Der Spanier Rafael Nadal hat sich im Traumfinale der French Open gegen Roger Federer durchgesetzt. Der Sandplatzkönig gewann gegen den Schweizer Weltranglistenersten in vier Sätzen mit 1:6, 6:1, 6:4, 7:6 (7:4) und baute mit seinem 60. Sieg auf roter Asche in Folge seine unglaubliche Siegesserie weiter aus. Nach seinem Finalsieg in Paris vom vergangenen Jahr hat Nadal zudem seine weiße Weste beim berühmtesten Sandplatzturnier der Welt bewahrt und bei zwei Teilnahmen noch nie ein Match verloren.

Roger Federer scheiterte dagegen auch im achten Anlauf auf den Thron von Roland Garros und muss weiter auf seinen letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel warten. Alle anderen großen Turniere hat der Schweizer mindestens einmal gewonnen. Auch der "kleine Grand Slam" mit dem vierten Sieg bei einem der vier großen Turniere nacheinander blieb Federer nach den Erfolgen in Wimbledon und New York 2005 sowie den Australian Open im Januar versagt.

Nach 3:02 Stunden verwandelte Kraftpaket Nadal auf dem brütend heißen Court Philippe Chatrier seinen ersten Matchball und ließ sich von den 15 000 begeisterten Zuschauern feiern. Sechsmal hat er in sieben Spielen gegen Federer nun gewonnen. "Das ist ein unglaublicher Moment für mich. Roger ist der größte Spieler der Geschichte, er ist der kompletteste von allen", meinte Nadal über seinen Rivalen. Der gab die Komplimente zurück. "Rafael hat eine außerordentliche Sandplatzsaison gespielt. Aber auch für mich war dieses Turnier gut. Ich war erstmals im Finale und ich bin stolz darauf", sagte Federer.

Federer mit gutem Beginn

Der Eidgenosse hatte sich akribisch wie nie auf die French Open verbereitet und nach seiner jüngsten Niederlage gegen Nadal im Marathon-Finale von Rom im Mai noch erklärt, dem Schlüssel zum Erfolg ganz Nahe zu sein. Die Sympathien waren fast zweigeteilt, als Federer und Nadal am Sonntag den Platz betraten, und zunächst kam der Spanier gar nicht aus dem Staunen heraus. Der elegante Federer präsentierte sich offensiv und aggressiv und zeigte sogar Kostproben von "Serve and Volley".

Doch dann spielte auch Nadal mit mehr Risiko, bei Federer häuften sich die Fehler, und der sichtlich angeschlagene Schweizer musste sich schließlich in seinem achten Grand-Slam-Finale erstmals geschlagen geben.

Nadal schaffte dagegen als erster Spieler seit Gustavo Kuerten (Brasilien) im Jahr 2001 die erfolgreiche Titelverteidigung. Seine Erfolgsserie hält seit dem 8. April 2005 an. Damals hatte der Malloquiner im Viertelfinale von Valencia gegen den Russen Igor Andrejew den Kürzeren gezogen.

Schon in zwei Wochen hat Federer in Wimbledon womöglich die Chance zur großen Revanche. Auf "seinem" grünen Rasen hat der dreimalige Champion seit 2002 kein Match mehr verloren. Nadal ist dort bei zwei Teilnahmen noch nicht über die dritte Runde hinausgekommen.

© SID

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