Torwart Tomas Vokoun war der Turm in der Schlacht
Die Jagd ist beendet

Tschechiens Superstar Jaromir Jagr gehört nun, nach WM-Gold, zum elitären Kreis von 15 Spielern weltweit, die neben dem NHL-Stanley-Cup, auch Olympia-Gold und WM-Gold gewonnen haben.

HB WIEN. Die Trophäensammlung des mit 11 Millionen US-Dollar Jahresgehalt teuersten Eishockey-Spielers der Welt ist endlich komplett, die Jagd nach WM-Gold beendet. "Ich freue mich, denn ich wollte es unbedingt", sagte der Tscheche nach dem 3:0-Finalsieg von Wien gegen den entthronten Weltmeister Kanada und blickte auf die Goldmedaille, die an seinem Hals baumelte.

Nach den Stanley-Cup-Triumphen 1991 und 1992 sowie dem Olympiasieg 1998 in Nagano hatte Jagr endlich den verlorenen Schatz gefunden - den WM-Titel, den er in den vergangenen Jahren vergeblich gesucht hatte. "Ich hoffe, es ist die letzte WM-Medaille für mich", fügte der 33-Jährige schmunzelnd an. Und jeder wusste, was er meinte. Für sein stolzes Jahressalär will der vielleicht beste Eishockey-Spieler der Welt in Zukunft lieber mit den New York Rangers um den Stanley-Cup spielen, während die NHL-Verlierer zur Weltmeisterschaft fliegen.

Doch dieses eine Mal, als die NHL ohnehin aufgrund ihres Arbeitskampfes pausierte, war der WM-Titel der wichtigste des Jahres - auch für Jagr. "Nachdem wir letztes Jahr in Prag im Viertelfinale gescheitert waren, wollte ich dieses Jahr unbedingt spielen", sagte der Tscheche, der sich sogar von einem gebrochenen kleinen Finger nicht abhalten ließ.

"Für mein Land zu spielen, ist zwar ein ungeheurer Druck. Aber es macht mir Spaß. Und irgendwie bringt es mich dazu, besonders gut zu spielen", sagte Jagr. In der Tat: Trotz seines geschienten Fingers, der ihn am Schießen hinderte, war der NHL-Star einer der besten Spieler auf dem Eis. Er leistete zu den ersten beiden Toren durch Vaclav Prospal (5.) und Martin Rucinsky (43.) die mustergültige Vorarbeit.

"Ich konnte nicht schießen, also habe ich mich darauf konzentriert, den Puck zu meinen Teamkollegen zu passen." Den elften WM-Titel für Tschechien machte Josef Vasicek 53 Sekunden vor Schluss endgültig perfekt.

Seite 1:

Die Jagd ist beendet

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%