Tour de France
André Greipel holt Etappensieg

André Greipel hat das Triple geschafft: Der Rostocker holte sich nun nach seinen Siegen in Zeeland und Amiens den dritten Etappensieg auf der diesjährigen Tour de France. Sein Rivale Degenkolb wird zur tragischen Figur.
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ValenceMit einer dicken Wunde unterhalb des Knies kletterte André Greipel erneut auf das große Podium der Tour de France. Weder von den Sturzverletzungen vom Vortag noch von Schaltproblemen im Finale hatte sich das Kraftpaket aus Rostock auf dem Weg zu seinem Triple aufhalten lassen. „Ich bin eben ein Fischkopp. Ich stecke sowas weg“, sagte Greipel mit Blick auf seine mit mehreren Stichen genähte Blessur vom Vortag und setzte ein breites Grinsen auf. In seinem Schatten stand dagegen - mal wieder - John Degenkolb, der zur tragischen Figur der Tour wird.

Greipel hatte mit letzter Verbissenheit und einem gekonnten Tigersprung eine halbe Radlänge vor Degenkolb und dem Norweger Alexander Kristoff ins Ziel gerettet. Dabei lief es im Finale der 15. Etappe nach 183 Kilometern von Mende nach Valence alles andere als optimal. Erst 150 Meter vor dem Ziel gelang es Greipel, in seinen höchsten Gang zu schalten. „Ohne den Gang hätte ich es gegen Degenkolb nicht geschafft“, sagte der zweimalige deutsche Meister. Damit war die deutsche Sprinterhierarchie einmal mehr bestätigt.

Für Greipels Teamchef Marc Sergeant war spätestens in Valence sogar klar: „Er ist der beste Sprinter der Tour.“ Beim Finale auf den Champs Élysées kann sich der 33-Jährige endgültig zum König krönen. „An Paris denke ich noch nicht. Bis dahin ist es noch weit.“ Schließlich warten vorher noch die Bergriesen in den Alpen, und am Montag rückt dann wieder das Gelbe Trikot von Christopher Froome in den Mittelpunkt.

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