Tour de France
Ein Fest auf der Alpe

Nur das Wetter spielte nicht mit: Bei eine spannenden Königsetapppe setzte sich eine Favoritengruppe ab, die am Ende die Kraft verließ. Dem Briten Christopher Froome ist der Toursieg kaum zu nehmen.
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L'Alpe d'HuezDer doppelte Aufstieg nach L’Alpe d’Huez hielt, was die Tourorganisatoren sich von ihm versprochen hatten. Es gab Attacken bergauf und Attacken bergab und am Ende siegte auf dem laut Tourchef Christian Prudhomme „telegensten Tourberg“ sogar ein Franzose. Christophe Riblon krönte sich zum König der mythischen Serpentinen. Der Gesamtführende Christopher Froome hatte auch wegen eines Energiedefizits fünf Kilometer vor dem Ziel nichts mit dem Ausgang der Etappe zu tun, verteidigte aber sein gelbes Trikot. Verlierer des Tages waren die Saxo Tinkoff-Profis Alberto Contador und Roman Kreuziger. Sie verloren Zeit auf Froome, Kreuziger musste sogar den dritten Gesamtplatz an den kolumbianischen Kletterer Nairo Quintana abgeben.

Bei dieser Königsetappe spielte nur das Wetter nicht mit. Regenwolken ließen kurzzeitig sogar Zweifel am doppelten Aufstieg zur einstigen Bergweide aufkommen. Die schmale, zum Teil schlecht asphaltierte Abfahrt über den Col de Sarenne drohte bei Nässe zur Opferstätte verunglückter Radprofis zu werden. Aber der Himmel hielt dann doch das Wasser. Die Wolken machten sogar Platz für Blicke auf eindrucksvoll gezackte und zum Teil mit Schnee bedeckte Gipfel. Die Tourorganisatoren durften daher ihrem Plan treu bleiben. Und auch die circa eine Million Zuschauer hielt bei eher herbstlichen Temperaturen aus und peitschte die Fahrer die Kehren hoch.

Auch die Profis trugen mit Angriffslust ihren Teil zum gelungenen Tag bei. Nach ersten Attacken bildete sich eine neunköpfige Ausreißergruppe. In ihr war neben dem späteren Etappensieger auch der Berliner Toursenior Jens Voigt (Radioshack) vertreten. Nach kurzer Absprache zwischen Gelbträger Froome (Sky) und dem Zweitplatzierten Alberto Contador (Saxo Bank) ließ das Peloton die Gruppe auf über acht Minuten Vorsprung ziehen.
Beim ersten Anstieg hoch zur Alpe sprengte ein Antritt von Tejay Van Garderen (USA, BMC) die Gruppe. Der Gesamtfünfte der letzten Tour kämpfte sich allein durch das Gewirr der wehenden Fahnen und ihm entgegen gestreckten Arme hinauf zum Gipfel. Dort schlossen der Italiener Moreno Moser (Cannondale) und Riblon auf. Voigt lag eine knappe Minute hinter dem Trio.

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