Tour de France
Spanier Rodriguez gewinnt nach Massensturz

Dramatische Bilder bei der Tour de France: 55 Kilometer vor dem Ziel kommt es bei Tempo 42 zu einem schweren Massensturz. Gelbträger Fabian Cancellara überschlägt sich. Der Sieg des Spaniers Rodriguez geht fast unter.
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HuyTony Martin hat das Gelbe Trikot auch auf der dritten Etappe der Tour de France nur denkbar knapp verpasst. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister kam am Montag im belgischen Huy mit rund 40 Sekunden Rückstand hinter Etappensieger Joaquin Rodriguez aus Spanien ins Ziel.

Als Zweiter auf dem 159,5 Kilometer langen Tagesabschnitt von Antwerpen nach Huy übernahm der Brite Chris Froome das Gelbe Trikot – mit einer Sekunde Vorsprung vor Martin. Zuvor überschlug sich Fabian Cancellara mit seiner Rennmaschine in hohem Bogen.

Wenige Meter neben dem Träger des Gelben Trikots krümmten sich zahlreiche Fahrer vor Schmerzen. Auf der dritten Etappe der 102. Tour de France von Antwerpen nach Huy ist es gut 55 Kilometer vor dem Ziel zu einem schweren Massensturz von mehr als 20 Fahrern gekommen.

Die Tour-Organisation musste die Etappe am Montag sogar für gut zehn Minuten neutralisieren, was es zuvor in 112 Jahren Frankreich-Rundfahrt nur fünfmal gegeben hatte. Die Neutralisation war aber durchaus berechtigt. Zahlreiche Fahrer verletzten sich bei dem Crash, der sich bei einer Geschwindigkeit von 42 km/h ereignete.

Unter anderen mussten der bisherige Dritte Tom Dumoulin (Niederlande) vom deutschen Giant-Alpecin-Team mit einer ausgekugelten Schulter und der frühere Mailand-San-Remo-Sieger Simon Gerrans (Australien) mit einem Handgelenkbruch aufgeben. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Andere Fahrer wie der Australier Michael Matthews setzten mit zerfetzten Trikots und schlimmen Schürfwunden die Reise fort.

Die Tour-Organisation begründete die Neutralisation damit, dass alle medizinischen Fahrzeuge beim Sturz halten mussten und nicht mehr dem Feld folgen konnten. „So etwas habe ich noch nie gesehen - viel Blut und Schmerzen hier. Das ist der schlimme Teil von unserem Sport“, twitterte Oleg Tinkow, der Teambesitzer von Saxo-Tinkoff.

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