sonstige Sportarten
Tour-Splitter: Abschiede, Wechsel und hohe Gäste

Der Besuch des ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten John Kerry, der Abschied von Werner Zimmer und eine chinesisch-französische Allianz bilden die Tour-Splitter rund um die letzte Etappe der Tour de France.

Ehrengast: Hohen Besuch erhielt Lance Armstrong und sein US-Rennstall Liberty Channel am Samstag beim Zeitfahren in St. Etienne. Im Fahrerlager des sechsmaligen Tour-Siegers gab sich der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John Kerry die Ehre. Armstrong freute sich über die Visite des Demokraten, politisch zählt der Texaner aber eher zum Republikaner-Lager von US-Präsident W. George Bush.

Kindisch: Schon vor dem Tour-Finale auf den Champs-Elysees in Paris übte sich Lance Armstrong in seiner neuen Rolle als Privatier. Der Texaner freute sich über den Besuch seiner drei Kinder, die in Obhut seiner Lebensgefährtin Sheryl Crow ihrem Vater beim Sieg in St. Etienne zujubelten.

Anziehend: Dem Armstrong-Effekt verdanken die Organisatoren der Georgia-Tour einen starken wirtschaftlichen Gewinn. Das Rennen, bei dem Lance Armstrong im Frühjahr seine Tour-Vorbereitung startete, lockte rund 800 000 Zuschauer und 500 Medienvertreter an. Den ökonomischen Gewinn für die Gemeinden in Georgia bezifferte die Regierung des US-Bundesstaates mit 36,2 Mill. Dollar.

Abschied: Werner Zimmer, ARD-Chef bei der Tour, verabschiedet sich in dieser Position vom Fernsehen. Der 69-jährige Saarländer will sich in Zukunft als Vizepräsident des Deutschen Leichtathlethik-Verbandes intensiv um eine Imageverbesserung der umfangreichsten olympischen Sportart in Deutschland kümmern.

Wechselhaft: Wie stets zum Ende der Tour de France dreht sich auch in diesem Jahr wieder das Wechselkarussell. Am Sonntag wurde bekannt, das Axel Merckx seinem belgischen Lotto-Rennstall den Rücken kehrt und in der kommenden Saison für das Schweizer Phonak-Team des Wittenbergers Bert Grabsch fährt.

Familiär: Der in Dopingverdacht geratene Italiener Dario Frigo kann sich auf seine Verwandtschaft verlassen. Die Familie steht hinter dem Fassa-Bortolo-Profi, dessen Manager Giancarlo Ferretti ihn als Schurken bezeichnet hatte. "Wir sind keine Familie von Monstern, und Dario ist kein Schurke. Dario hat einen Fehler gemacht, dafür muss er zahlen. Aber ihn zu beschimpfen ist nicht richtig", sagte Frigos Vater Rosello.

Exotisch: Chinesische Radfahrer sind zwar bei der Tour noch nicht in den Sattel gestiegen, doch Frankreichs Ausrüster sind stark im Reich der Mitte engagiert. Während der Tour verlängerte der chinesische Radsportverband den Vertrag mit zwei Spezialfirmen, die Velos für Bahn und Straße bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking an die Asiaten liefern.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%