Tour-Splitter
Voigt erobert Zuschauerherzen

Zumindest in der Gunst der Zuschauer hat der Fahrer vom Team CSC seinen Landsmann Jan Ullrich überflügelt. Immer noch verstimmt über den Wechsel von Patrik Sinkewitz zum T-Mobile-Team in der kommenden Saison gibt sich indes Patrik Lefevre.

Überflieger: Der Berliner Jens Voigt hat Jan Ullrich zur "Halbzeit" der Tour in der Zuschauergunst überflügelt. Das zumindest ist das Ergebnis einer Internet-Umfrage (sozioland), bei der Voigt mit 28 Prozent deutlich mehr Sympathien hat als Ullrich, den 24 Prozent vorn hatten. Allerdings gönnen 50 Prozent Ullrich einen Tour-Gesamtsieg am ehesten. Auch das Bonner T-Mobile-Team liegt mit 38 Prozent bei der Frage nach dem beliebtesten Rennstalls klar vor Voigts CSC-Team (13).

Quotensturz: Nach Jan Ullrichs Einbruch auf der ersten Alpen-Etappe halten seine deutschen Kollegen einen 2. Tour-Triumph des Rostockers nach 1997 für unwahrscheinlich. Als "sehr schwer" stuft Jens Voigt das Unternehmen ein, nur "mit einem schlechten Tag von Lance Armstrong möglich", meint Bert Grabsch. Einen Podiumstag traut Jörg Ludewig dem T-Mobile-Kapitän noch zu, Sebastin Lang ewrartet eine Entscheidung erst in den nächsten Tagen.

Abgekämpft: Schwer gezeichnet nahmen am Mittwoch Jens Voigt und Daniel Becke die zweite Alpen-Etappe in Angriff. "Mein Ziel ist nur noch durchkommen. Ich hatte Schüttelfrost und 40 Grad Fieber", sagte Voigt, der sein am Sonntag erobertes Gelbes Trikot am Dienstag wieder an Lance Amstrong verloren hatte. Beckes Teamarzt wollte den Erfurter schon wegen Verdachts auf Schlüsselbeinbruch aus dem Rennen nehmen, scheiterte aber am Veto des Thüringers. Blessuren hatte sich auch Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner zugezogen.

Nachtragend: Immer noch verstimmt über den Wechsel von Patrik Sinkewitz zum T-Mobile-Team in der kommenden Saison gibt sich Patrik Lefevre. Der Quickstep-Teamchef erwägt, den Hessen nicht für die Deutschland Tour zu melden, die Sinkewitz im vergangenen Jahr gewonnen hatte. "Vielleicht fährt er diese Saison gar nicht mehr", sagt Lefevre, der zu Beginn der Tour durch die Medien von der Einigung zwischen dem Jungstar und dem Bonner Rennstall erfahren hatte.

© SID

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