Tour-Teilnehmer im Porträt
Landis auf den Spuren seines alten Chefs

Negativschlagzeilen wie die Doping-Sperre von Tyler Hamilton haben bei Phonak ihren Tribut gefordert: Der Schweizer Rennstall fährt seine letzte Tour de France unter der Ägide des Hörgeräte-Herstellers. Immerhin: Der jüngste Dopingskandal unmittelbar vor dem Start der Tour 2006 hatte kaum Auswirkungen auf Phonak.

Die belasteten Santiago Botero, Jose Enrique Gutierrez und Jose Igancio Gutierrez wurden bereits einen Monat vor dem Prolog suspendiert. Wie es in der kommenden Saison mit der Equipe weitergeht, steht noch in den Sternen - zumindest in "iShares" ein neuer Hauptsponsor an Land gezogen worden. Zuvor will Phonak in Frankreich noch einmal für Furore sorgen - und hat dafür eine durchaus schlagkräftige Truppe beisammen.

Allen voran Floyd Landis: Der US-Amerikaner half als starker Domestike bei US-Postal seinem Chef Lance Armstrong bei dessen Tour-Siegen vier bis sechs, seit dem vergangenen Jahr darf er sich selbst als Kapitän versuchen. 2005 landete Landis bei der Tour auf Rang neun, war damit aber nicht so wirklich zufrieden. Ein hervorragendes Frühjahr lässt beim 30-Jährigen berechtigte Hoffnungen aufkommen, nun zumindest Richtung Top 5 zu fahren: In den USA gewann Landis die stark besetzte Georgia-Tour und die Kalifornien-Rundfahrt, zudem triumphierte er bei der traditionellen Fernfahrt Paris - Nizza. 'Das war ein gelungener Probegalopp für die Tour de France', meint Landis, ein erstklassiger Zeit- und ordentlicher Bergfahrer: 'Dort rechne ich mir sehr große Chancen aus.' Allerdings erlebte Landis zuletzt bei der Dauphiné Liberé einen bösen Einbruch und verlor letztlich eine gute Stunde auf den Sieger.

Nach dem Abgang von Oscar Pereiro, 2005 Tour-Etappensieger in Mende, Richtung Illes Balears, rekrutiert sich der Rest der Landis-Crew aus zuverlässigen Arbeitern wie Axel Merckx (Belgien), Alexandre Moos (Schweiz), Koos Moerenhout (Niederlande), dem Franzosen Nicolas Jalabert oder dem Deutschen Bert Grabsch. Ein weiterer 'Assistent' ist Ex-Armstrong-Helfer Victor Hugo Pena aus Kolumbien, der seine Stärken auch im Zeitfahren hat.

In den Sprintentscheidungen könnte derweil der Südafrikaner Robert Hunter ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Schließlich konnte der 29-Jährige 1999 und 2001 mit Etappensiegen auf der Vuelta seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Diesen Erfolgen jagt er allerdings seitdem erfolglos hinterher. Der Spanier Miguel Angel Martin Perdiguero glänzte 2004 mit drei Etappensiegen und dem Gesamterfolg bei der Katalonien-Rundfahrt und dem Triumph bei dem baskischen Eintagesrennen "Clásica San Sebastián".

Tour-Bilanz:


Teilnahmen: 2
Etappenerfolge: 1

© SID

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