Tränen aus Amsterdam
Footballer der Admirals besiegen Berlin Thunder

Es sind diese Momente, die Sportfans so lieben, weil sie sie hassen: fünf Sekunden noch zu spielen, und die Chance, ein verloren geglaubtes Spiel noch zu drehen - Triumph oder Tränen. Am Samstagabend in der Düsselorfer LTU-Arena liegt der Ball eben jene fünf Sekunden vor dem Abpfiff in Händen von Berlin Thunder, dem Titelverteidiger der American-Football-Liga NFL. Ihnen gegenüber: die Amsterdam Admirals.

HB DÜSSELDORF. Spielstand: 27:21 für Amsterdam. Doch der 22-Yard-Pass von Berlins Spielmacher Dave Ragone verfehlt sein Ziel, zum ersten Mal in der 13-jährigen Geschichte der NFL Europa holen die Admirals den World Bowl. 17:0 hatte Amsterdam schon geführt, ehe Berlin noch herankam.

Es war ein hochklassiges Saisonfinale vor 35. 000 Zuschauern. "Es war das engste Spiel, in dem ich je stand", sagte Admirals-Wide-Receiver Ruvell Martin. Verteidiger Norman Lejeune gab zu: "Nach dem letzten Spielzug konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten." Da war er nicht der Einzige: Cheerleader, Geschäftsstellenmitarbeiter, Spieler, Fans - der ramponierte Rasen der LTU-Arena wurde mit Tränen aus Amsterdam getränkt. Womöglich war auch etwas Abschiedsschmerz dabei. Wie in jedem Jahr wird das Team nun auseinander gerissen. Die NFL Europe ist Aufbauhilfe für die US-Liga NFL, der sie auch gehört. Es gibt unterhalb der NFL keine Liga, in der Spielpraxis gesammelt werden kann. Der Nachwuchs kommt von den Universitäts-Teams und schafft entweder sofort den Sprung - oder nie.

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