Trainerdiskussion erreich neuen Höhepunkt
Zach bereit für Rückkehr

Nachdem sich Ex-Nationaltrainer Hans Zach bereits mit versteckter Kritik an Poss am Freitag zu Wort gemeldet hatte, signalisierte er heute sogar seine Bereitschaft zur Rückkehr als DEB-Trainer.

HB INNSBRUCK. Die Kritik an DEB-Trainer Greg Poss wird immer stärker. Einige Spieler, wie der von Poss bisher nur einmal berücksichtigte Klaus Kathan, wünschen sich die alten Zeiten zurück. Und Hans Zach ist einer Rückkehr nicht abgeneigt: Mitten im Kampf um das sportliche Überleben der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft hat die Trainerdiskussion einen neuen Höhepunkt erreicht.

"Wenn jemand auf mich zukommt, werde ich mit ihm reden. Aber ich werde nicht auf den DEB zugehen", sagte der wohl noch immer leicht in seiner Eitelkeit verletzte Zach am Sonntag vor dem entscheidenden WM-Relegationsspiel (Montag 12.15 Uhr) in Innsbruck gegen Aufsteiger Slowenien dem Sport-Informations-Dienst. Das verlange schon der Anstand, meinte der Ex-Bundestrainer weiter:"Ich will da nicht vorgreifen, ich weiß ja, was kommt."

Wenn eine Vertrauensperson wie Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes, auf ihn zukäme, dann wäre Hans Zach bereit zu helfen, sagte Zach, der im vergangenen Jahr nach Platz neun bei der WM in Prag seinen Vertrag nicht verlängert hatte. Bereits am Sonntag wollte der Trainer der Kölner Haie aber als Zuschauer nach Innsbruck kommen.

Reindl, der der Verpflichtung von Zach-Nachfolger Poss kritisch gegenüber stand, kündigte an: "Wir werden erst nach der WM über den Trainer reden." Zachs Abschied vom DEB war von Misstönen begleitet gewesen. Nicht nur wegen der öffentlichen Kritik nach dem Verpassen des Viertelfinales 2004, sondern auch wegen fehlenden Rückhalts des Präsidiums und eines niedriger dotierten Vertragsangebotes hatte der Bayer abgesagt.

Zudem stritten sich beide Parteien nach der Trennung über eine Summe von angeblich 25.000 Euro, die der Verband Zach nicht überwiesen hatte, weil er bei einer Pressekonferenz für den World Cup 2004 gefehlt hatte - nach seinem öffentlich verkündeten Abschied.

Am Sonntag war Trainer Hans Zach in der Innsbrucker Eishalle vor Ort und schaute sich das Spiel der Ahornblätter an. Am Rande des Spiels sagte Zach: "Ich hoffe, dass es die deutsche Mannschaft schafft. Denn ich bin Fan von jedem deutschen Sportler. Selbst beim Papst habe ich mich gefreut." Über seinen Nachfolger könne er sich zwar kein Urteil erlauben, weil er ihn nicht kenne, er warf Greg Poss aber vor: "Der Vertrauensbeweis ist weg, wenn er mein System in Frage stellt und es gar nicht kennt."

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