Treppenlauf in Frankfurt
Wie schnell ein Banker den Messeturm hochrast

Der Skyrun im Frankfurter Messeturm ist Europas höchster Treppenhaus-Lauf. 222 Meter ging es am Sonntag für die rund 1100 Läufer in die Höhe, Profis wie Amateure. Ein Banker, der auch Marathon läuft, berichtet.
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Düsseldorf1.202 Stufen und 61 Stockwerke sind es bis zur Spitze des Frankfurter Messeturms: Deka-Banker Jens Schlicht läuft diese Strecke in knapp zehn Minuten. Die Besten schaffen es sogar in sechs bis sieben Minuten. „Das ist nicht anstrengend“, sagt der durchtrainierte Marathonläufer, „es ist sogar schonend für die Knochen.“

Über 1.100 Läufer machten am Sonntag mit, 450 davon Einzelläufer. 22 Teams stellten Unternehmen, darunter zahlreiche Finanzinstitute. Außerdem starteten 162 Feuerwehrmannschaften, teilweise mit und teilweise ohne Atemschutzmaske. Beim KIDS CUP haben überdies 21 Teams gemeldet. Die Jüngeren liefen 31 Stockwerke und 620 Stufen.

Gezieltes Training und eine spezielle Technik braucht man für diese zehn Minuten aber schon, weiß Banker Jens Schlicht. Das erste Mal habe er bereits nach zehn Stockwerken schlapp gemacht. Wichtig ist auch, zwei Stufen auf einmal zu nehmen und das Hochhaus ein wenig zu kennen. Wo sind flache Passagen, wo enge? Wo kann man überholen?

Europas höchster Treppenhauslauf fand bereits zum elften Mal in der Main-Metropole statt. Das Spektakel dient einem guten Zweck. Die Erlöse aus den Startgebühren der Teams und weitere Spenden gehen an die Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte mit Spina bifida / Rhein-Main-Nahe e.V. (ARQUE).

Im Training läuft Schlicht sogar fünf bis sechs Mal das Treppenhaus rauf, vor der Arbeit. Nach dem 5000-Stufen-Workout geht es dann unter die Dusche und anschließend an den Schreibtisch. Ein gutes Ergänzungstraining für den Marathon sei so ein Treppenlauf, findet Schlicht, der im Netz nicht nur regelmäßig übers Laufen schreibt, sondern auch beinahe jeden Tag Bilder auf Instagram postet.

Letztes Jahr schaffte er unter den mehr als 1.100 Teilnehmern einen Platz unter den ersten 60. In diesem Jahr lief er die 61 Stockwerke in 9,18 Minuten hoch. Das war zwölf Sekunden schneller als im Vorjahr. Mit einem Profi wie Christian Riedl konnte er dennoch auch 2017 nicht mithalten.

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Riedl wird wieder Deutscher Meister, gewinnt aber nicht

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