Triathlon International
Triathleten wollen stärker gegen Doping kämpfen

In einem offenen Brief fordern 76 Triathleten, darunter auch die drei deutschen Hawaii-Sieger Al Sultan, Stadler und Hellriegel, den Ironman-Weltverband WTC zu einem konsequenteren Kampf gegen Doping auf.

Auf dem Weg zu einem sauberen Sport haben die deutschen Top-Triathleten einen offenen Brief an den Ironman-Weltverband WTC geschrieben. Darin fordern die Sportler, den Kampf gegen Doping zu forcieren und den Welt-Anti-Doping-Code der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zu unterschreiben.

Die 76 Autoren des Briefes, zu denen die drei deutschen Hawaii-Sieger Faris Al Sultan, Normann Stadler und Thomas Hellriegel gehören, schlagen dem Weltverband einen Drei-Punkte-Plan vor. Neben der Unterzeichnung des Codes sollen alle Teilnehmer an WTC-Wettbewerben einem Trainings-Kontrollsystem angehören und bei allen Wettkämpfen sollen Dopingkontrollen stattfinden.

Dopingfall Kraft hat die Szene wachgerüttelt

Die Profis der Deutschen Triathlon-Union (DTU) verweisen zudem darauf, dass innerhalb der DTU diese Maßnahmen bereits durchgeführt werden und alle bisherigen Dopingproben des Jahres 2005 negativ waren.

Der verstärkte Kampf der deutschen Athleten gegen die Einnahme illegaler Mittel wurde durch den Dopingfall der Braunschweigerin Nina Kraft hervorgerufen. Kraft war am 16. Oktober 2004 beim Ironman Hawaii positiv auf das Blutdopingmittels Erythropoietin (EPO) getestet worden. Drei Wochen nach ihrem Sieg im Triathlon-"Mekka" hatte sie die Einnahme zugegeben. Danach wurde der erste Hawaii-Triumph einer Deutschen aus den Rekordbüchern gestrichen. Von der DTU wurde sie daraufhin bis zum 12. November 2006 gesperrt.

© SID

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