Triathlon International
Unger in der Hansestadt erneut als Erster im Ziel

Daniel Unger hat den Triathlon-Weltcup in Hamburg gewonnen. Ein Jahr nach seinem WM-Sieg in der Hansestadt durchquerte der 30-Jährige Mengener das Zielband erneut als Sieger.

Alte Strecke, neuer Triumph - ein Jahr nach seinem WM-Sieg in Hamburg hat Daniel Unger in der Hansestadt erstmals auch das "normale" Weltcup-Rennen gewonnen. Der 30-Jährige aus Mengen setzte sich einen knappen Kilometer vor dem Ziel von seinem deutschen Teamkollegen Jan Frodeno (Saarbrücken) ab und zerriss unter ohrenbetäubendem Jubel das Zielband auf dem Rathausmarkt. Rang drei ging an den Briten Oliver Freeman.

DTU mit historischem Doppelsieg

Damit durfte die Deutsche Triathlon Union (DTU) in der Elbmetropole einen historischen Doppelsieg feiern. "Ich wusste, dass die Fitness gut ist, ich wusste nicht, dass auch die Frische stimmt. Das Feeling war genauso geil wie im letzten Jahr. Ich hatte zeitweise leichte Oberschenkelprobleme. Die Hitze war ein guter Olympia-Test für Peking", sagte Unger nach dem Rennen, das von rund einer Viertelmillion Zuschauer verfolgt wurde.

Nach dem Wechsel vom Radfahren zum Laufen hatte Christian Prochnow zeitweise wie der Sieger ausgesehen. Der 25-Jährige aus Witten, der ebenfalls zum Olympia-Team für Peking gehört, erarbeitete sich einen Vorsprung von mehr als einer halben Minute, wurde aber knapp fünf Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Am Ende wurde er Fünfter und komplettierte den deutschen Triumph.

Weltmeister Gomez pausiert wegen Beinverletzung

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison war Weltmeister Javier Gomez dem direkten Duell mit Unger aus dem Weg gegangen. Offiziell hatte sich der Weltranglisten-Erste aus Spanien am Freitag wegen einer Beinverletzung abgemeldet, doch hinter den Kulissen war zu hören, der Olympiafavorit wolle seine Trainingsintensität noch einmal erhöhen.

Unter seinen Möglichkeiten blieb Brad Kahlefeldt. Der letztjährige WM-Dritte aus Australien musste das Rennen wegen Adduktorenbeschwerden beim Laufen vorzeitig aufgeben.

Mann der ersten halben Stunde war Iwan Wassilijew. Die Startnummer eins aus Russland stieg nach 1 500 Metern in der Binnenalster als erster von insgesamt 50 Athleten aus dem 20,6 Grad warmen Wasser und übernahm auch auf dem Rad vorübergehend die Führungsposition, ehe er zurückfiel. Und das, obwohl Wassilijew wegen eines Frühstarts beim Schwimmen von den Juroren mit einer 15-sekündigen Zeitstrafe belegt worden war.

Die Weltcup-Veranstaltung in der Hansestadt wird am Sonntag (15.30 Uhr) mit dem Rennen der Frauen abgeschlossen. Dabei peilt die zweimalige Olympia-Teilnehmerin Anja Dittmer aus Neubrandenburg ihren dritten Hamburg-Sieg nach 2003 und 2004 an.

© SID

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