Triathlon Ironman
Mccormack siegt beim Ironman in Frankfurt

Der Australier Chris Mccormack hat den Ironman Europe in Frankfurt gewonnen. Mit neuem Streckenrekord siegte der Triathlet vor dem Spanier Eneko Llanos und Timo Bracht.

Dem Triumph im Inselparadies folgte der Coup in "Mainhattan": Hawaii-Sieger Chris Mccormack konnte nicht nur den Ironman Europe in Frankfurt mit neuem Streckenrekord gewinnen, sondern auch Deutschlands Triathleten um den enttäuschenden Faris Al-Sultan die Schau stehlen und seine Vormachtstellung eindrucksvoll unterstreichen.

Neuer Streckenrekord in Frankfurt

Mccormack triumphierte nach 3,8km Schwimmen, 180km Rad fahren und einem abschließenden Marathon in 7:59:55,3 Stunden auf dem Römer und blieb damit als erster "Eisenmann" in der Mainmetropole unter der Acht-Stunden-Marke. "Ich bin restlos begeistert. In diesem Weltklassefeld zu gewinnen, macht den Sieg doppelt süß", jubelte Mccormack nach der Schinderei in drei Akten und ließ sich "beim schönsten Zieleinlauf der Welt" feiern. Für seine Leistung erhielt er eine Prämie in Höhe von 18 000 Dollar.

Bereits am kommenden Sonntag hat der unverwüstliche Mccormack seinen zweiten Streich in Deutschland innerhalb von einer Woche im Visier. Dann strebt der Australier beim traditionellen Ironman in Roth seinen fünften Erfolg an.

Timo Bracht bester Deutscher

Vorjahressieger Timo Bracht aus Eberbach verlor zwar sowohl seinen Titel als auch den Streckenrekord, kämpfte sich hinter Mccormack und dem Spanier Eneko Llanos (8:00:49) aber noch auf Rang drei (8:04:15). "Zum Schluss bin ich mit Wut im Bauch gelaufen. Ich bin wieder bester Deutscher und kann damit zufrieden sein", erklärte Bracht.

Im Gegensatz zum beherzt kämpfenden Bracht enttäuschte Mitfavorit Al-Sultan erneut. Der ehemalige Hawaii-Sieger aus München führte etwa bis zur Hälfte der Distanz, brach dann aber ein und gab 15 km vor dem Ziel auf. "Ich habe für die Show am Anfang gebüßt", meinte Al-Sultan.

Auch künftig Ironman in Frankfurt

Dem zweiten deutschen Top-Triathleten Normann Stadler war von Beginn an nur die Rolle des Zuschauers geblieben. "Wenn man an der Strecke zum Zuschauen verdammt ist, stirbt man tausend Tode, aber es war nunmal nicht möglich zu starten", erklärte Stadler. Der zweimalige Hawaii-Gewinner aus Mannheim, der 2005 in Frankfurt ganz vorne war, hatte seinen Start am Freitag wegen eines Infekts abgesagt.

Trotz der Absage von Stadler hat sich der Ironman in Frankfurt als zweites Rennen hinter dem legendären Wettkampf auf Hawaii etabliert. Zudem kündigte Veranstalter Kurt Denk an, dass das Rennen wohl auch in Zukunft in Frankfurt stattfinden wird. Denk steht vor einer Einigung mit Anwohnern, die wegen Lärmbelästigung gegen das Rennen vorgehen.

Chrissy Wellington bei den Frauen klar vorn

Wie Mccormack sicherte sich Chrissy Wellington in der Damen-Konkurrenz die Siegprämie von 18 000 Dollar. Die Britin lief ebenfalls Streckenrekord, verpasste in 8:51:25 die 14 Jahre alte Weltbestzeit von Paula Newby-Fraser nur um 32 Sekunden. "Das war mir aber egal, ich habe lieber den Zieleinlauf richtig genossen", meinte Wellington. Titelverteidigerin Nicole Leder aus Darmstadt hatte zwar keine Chance auf den abermaligen Sieg, konnte aber als Zweite erneut überzeugen.

© SID

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