Triathlon Ironman
Stadler wiederholt Triumph auf Hawaii

Der Mannheimer Normann Stadler hat zum zweiten Mal den berühmten Ironman auf Hawaii gewonnen. Auf den Plätzen folgten der Australier Chris Mccormack und der entthronte Titelverteidiger Faris Al-Sultan aus München.

Fünf Tage nach dem Erdbeben auf Hawaii hat Normann Stadler beim berühmtesten Ironman der Welt nicht nur seinen Schrecken, sondern auch die Konkurrenz abgeschüttelt. Der "Norminator" krönte sich zum zweiten Mal nach 2004 zum "König von Kona" und machte den deutschen Triathlon-Hattrick im Insel-Paradies perfekt. "Die letzten Tage waren zum Teil die Hölle. Bei dem Erdbeben hatte ich wirklich gedacht, es ist aus. Aber jetzt ist doch noch alles gut geworden", sagte der Mannheimer.

Nach der Tortur über 3,8 km Schwimmen im Pazifischen Ozean, 180 km Rad fahren sowie einem abschließenden Marathon über 42,195 km durch die Lavafelder von Big Island reckte Stadler im Ziel auf dem Alii Drive die Hände in den Himmel und ließ sich feiern. In 8:11:57 Stunden verwies er Roth-Sieger Chris Mccormack aus Australien (8:13:10) sowie den entthronten Titelverteidiger Faris Al-Sultan aus München (8:19:05) auf die Plätze und unterstrich eindrucksvoll die Vormachtstellung der deutschen "Eisenmänner".

Vierter Erfolg eines Deutschen auf Hawaii

Es war der vierte Erfolg eines Deutschen auf Hawaii. 1997 hatte Thomas Hellriegel aus Bruchsal den Siegreigen eröffnet. 2004 gewann Stadler, ehe er im Vorjahr beim Triumph von Al-Sultan durch einen Defekt auf dem Rad gestoppt wurde. Diesmal lief für Stadler, der zuletzt beim Ironman Germany in Frankfurt gestürzt war, wieder alles nach Plan. Schon kurz nach dem Wechsel auf dem Rad übernahm der 33-Jährige die Führung, sorgte dort mit einer Geschwindigkeit von 41,86 Stundenkilometern für einen Streckenrekord und verteidigte seinen Vorsprung beim abschließenden Marathon dank einer großen kämpferischen Leistung bis ins Ziel.

"Einige hatten ja im Vorfeld gesagt, dass ich nicht so ein guter Läufer sei. Aber ich habe es allen erneut gezeigt", erklärte der ehemalige Duathlon-Weltmeister mit sichtlicher Genugtuung und bekam als Belohnung einen Kuss von seiner Freundin Sarah Horn. Wie bei Stadlers Triumph vor zwei Jahren wurde Titelverteidiger Al-Sultan Dritter. "Ich hatte in der Vorbereitung einige Probleme, deshalb bin ich mit Platz drei zufrieden. Im nächsten Jahr werde ich wieder voll angreifen", sagte der Münchner, der sich für die Siegerehrung sogar seinen Bart abrasierte. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) erhöhte in der Stunde des Triumphes unterdessen im Anti-Doping-Kampf den Druck auf die World Triathlon Corporation (WTC): "Normann und Faris haben gezeigt, dass man auch Spitzenleistungen auf der Ironman-Distanz erbringen kann, wenn man in einem Anti-Doping-Kontroll-System integriert ist wie dies in Deutschland seit 2005 auf Initiative von DTU, Athleten und Veranstaltern auch für die Elite-Athleten auf der Langstrecke der Fall ist", erklärte DTU-Vizepräsident Martin Bentele: "Wir würden uns wünschen, dass die WTC dieses Vorgehen als Standard übernimmt und als Startvoraussetzung vorschreibt."

Bei den Frauen setzte sich die Australierin Michellie Jones (9:18:31) vor Desiree Ficker (USA/9:24:02) und der Kanadierin Lisa Bentley (9:25:18) durch. Die Schweizer Titelverteidigerin und siebenmalige Gewinnerin Natascha Badmann (9:38:52) kam diesmal nicht über Rang zehn hinaus.

© SID

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