Triathlon National
Al-Sultan verpasst Triathlon-Heimtriumph

Faris Al-Sultan hat bei seinem Heimtriathlon in Roth einen Triumph um 52 Sekunden verpasst. An der letzten Wende überholte Chris Mccormack aus Australien den "Ur-Bayern" und machte somit seinen Hattrick perfekt.

Faris Al-Sultan ist bei seinem Heimtriathlon in Roth nur auf Platz zwei gelandet. Während sich der Münchner wie vor zwei Jahren aber zumindest mit dem deutschen Meistertitel trösten konnte, machte Ex-Weltmeister Chris Mccormack aus Australien seinen Hattrick im fränkischen Triathlon-Mekka perfekt.

"Glückwunsch an Chris. Er hat sich den Sieg verdient. Ich habe alles versucht, aber am Ende hat mir die Kraft gefehlt", erklärte Al-Sultan, der im vergangenen Oktober als dritter Deutscher den berühmtesten Ironman auf Hawaii gewonnen hatte, und zollte Mccormack nach der Schinderei in drei Akten bei Temperaturen über 30 Grad völlig erschöpft den verdienten Respekt.

Nach 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und dem abschließenden Marathon über 42,195km hatte Al-Sultan im Ziel 2:37 Minuten Rückstand auf Mccormack, der trotz der hohen Temperaturen nur 52 Sekunden über der magischen Acht-Stunden-Marke blieb. Dritter wurde der Neuseeländer Kieran Doe (8:11:07 Stunden). "Macca" ließ sich auch nicht von einem Defekt beim Radfahren aufhalten, löste Al-Sultan knapp 15km vor dem Ziel an der letzten Wende der Laufstrecke an der Spitze ab und ließ sich im Anschluss bei seinem "Triumphmarsch" nicht mehr aufhalten.

Mccormack ist bereit für den Ironman

"Ich liebe dieses Rennen. Ich wollte unbedingt den dritten Sieg in Folge", sagte Mccormack nach dem Prestige-Erfolg im "Duell der Giganten". Im Anschluss kündigte der Australier seinem Widersacher Al-Sultan auch für Hawaii einen heißen Kampf an: "Ich will dort endlich einmal gut abschneiden. Ich habe das Gefühl, dass ich bereit bin."

Obwohl der Triathlon in Roth inzwischen nicht mehr als Qualifikation für den Ironman auf Hawaii gilt, war Veranstalter Herbert Walchshöfer mit der Resonanz am WM-freien Sonntag mehr als zufrieden: "Wir hatten wieder mehr als 100 000 Zuschauer an der Strecke. Und ich denke, die Zuschauer sind erneut voll auf ihre Kosten gekommen."

Schnellste Frau ist Neuseeländerin Lawn

Bereits in drei Wochen steht der Ironman Germany in Frankfurt/Main als zweite Weltklasse-Veranstaltung in Deutschland auf dem Programm. Dort kommt es unter anderem zum Duell zwischen dem Mannheimer Normann Stadler, der 2004 auf Hawaii gewann, und dem Darmstädter Lothar Leder, der nach fünf Siegen in Roth eine neue Herausforderung in der Main-Metropole sucht.

Bei den Frauen musste sich Titelverteidigerin Belinda Granger der Neuseeländerin Joanna Lawn (9:01:17) geschlagen geben. Im Ziel hatte die Australierin 9:10 Minuten Rückstand. Dritte wurde die US-Amerikanerin Karen Holloway (9:18:00).

© SID

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