Triathlon National
Neuer Dopingfall im deutschen Triathlon

Im deutschen Triathlon gibt es einen neuen Dopingfall: "Es gibt eine positive A-Probe", so Klaus Müller-Ott, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU). Der Name könne allerdings noch nicht genannt werden.

Erneuter Schock für den deutschen Triathlon-Sport: "Es gibt eine positive A-Probe. Das Ergebnis der B-Probe wird wohl in der nächsten Woche vorliegen", sagte Klaus Müller-Ott, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU), dem Sport-Informations-Dienst (sid) beim Ironman Germany am Sonntag in Frankfurt/Main: "Wir bitten um Verständnis, dass wir den Namen noch nicht nennen können, weil wir die juristischen Regularien einhalten müssen."

Als prominenteste Sünderin war die Braunschweigerin Nina Kraft bei ihrem schließlich aberkannten Hawaii-Sieg 2004 des Dopings überführt worden. Vor zwei Jahren war die Heidelbergerin Katja Schumacher positiv auf Testosteron getestet worden.

Für Müller-Ott ist der neue Fall ein Erfolg der intensivierten Doping-Kontrollen. "Natürlich ist man nie froh, wenn so etwas passiert, aber es zeigt, dass die Kontrollen greifen", erklärte Müller-Ott, der aber nicht von einem systematischen Doping in der Triathlon-Szene ausgeht: "Man kann immer noch sagen, dass es sich um Einzelfälle handelt."

Das sieht auch Hawaii-Gewinner Faris Al-Sultan so. "Natürlich ist so ein Fall traurig. Aber das bedeutet nicht, dass jetzt alle Athleten voll mit Dopingmitteln sind", sagte der Münchner, der den Wettkampf in der Mainmetropole nach seinem Start im vergangenen Monat in Roth als Zuschauer vor Ort verfolgt.

Freiwillige Vereinbarung

Nach dem Fall Kraft hatten sich die deutschen Top-Triathleten im vergangenen Jahr zusammengeschlossen und zu freiwilligen Trainingskontrollen bereit erklärt. Die nationale Spitze der Athleten auf der olympischen Distanz wird ohnehin in einem engmaschigen Netz auf unerlaubte Mittel getestet.

Trotzdem forderte Müller-Ott im Kampf gegen Dopingsünder weitere Maßnahmen und nahm dabei auch die Politik in die Verpflichtung. "Diesen Kampf kann der Sport alleine kaum meistern. Es gibt ja nicht nur die Sportler, sondern auch die Betreuer, die wie im Radsport verfolgt werden müssten", sagte Müller-Ott: "Ein Anti-Doping-Gesetz wäre deshalb auf jeden Fall hilfreich."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%