Triathlon National
Zäck mit zwei Jahren Doping-Sperre belegt

Jürgen Zäck ist nun von der Anti-Doping-Kommission der Deutschen Triathlon Union für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden. Der 40-Jährige war im Mai im Training positiv getestet worden.

Nun ist es offiziell: Jürgen Zäck ist wegen Dopings gesperrt. Die Anti-Doping-Kommission (ADK) der Deutschen Triathlon Union (DTU) belegte Zäck mit einer Sperre über zwei Jahre mit Wirkung vom 7. Juli. Dem 40-Jährigen war in der A-Probe einer Trainingskontrolle am 22. Mai in seinem Heimatort Vallendar bei Koblenz eine erhöhte Konzentration des anabolen Steroids Etiocholanolon nachgewiesen worden.

Zäck hatte auf die Öffnung der B-Probe verzichtet. "Das ist kein Schuldeingeständnis, aber ich erkenne die Arbeit der Labore an", hatte er seinen Schritt begründet. Jürgen Zäck war einer der herausragenden deutschen Triathleten. Beim legendären Ironman auf Hawaii kam er auf sechs Top-Ten-Platzierungen, darunter Platz zwei vor neun Jahren.

Zäck hält weiter zweitbestes Resultat aller Zeiten

In 7:51:42 Stunden erzielte er 1997 in Roth die weltweit nach wie vor zweitbeste Leistung aller Zeiten. Die Sperre hat für Jürgen Zäck sportlich keine Bedeutung mehr, er beendete Mitte Juli seine Karriere. Gegen das Urteil kann er noch Widerspruch beim Verbandsgericht der DTU einlegen.

Zäck berief sich bei seiner Darstellung auf den Konsum verunreinigter Nahrungsergänzungsmittel, die er in den USA auch über das Internet käuflich erworben habe. Vor diesen Gefahren wird seit langem von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada), der DTU und allen anderen Sportfachverbänden gewarnt.

Zäck sieht sich nur als Opfer

Der ADK-Vorsitzende Reinhard Wilke: "Die Kommission sah keine andere Möglichkeit, als hier die Regelsperre von zwei Jahren zu verhängen. Herr Zäck hat sich ungeachtet der hohen Laborwerte nur als Opfer gesehen."

Wilke betonte zudem, dass die DTU weiterhin konsequent gegen Dopingsünder vorgehen werde. Der 2004 eingeführte Elitepass der DTU habe sich als ein effektives Instrument erwiesen, das auch im Fall Zäck gegriffen habe. Die hohe Zahl unangemeldeter Trainingskontrollen setze die richtigen Signale.

© SID

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