Triathlon WM
Jan Frodeno kann doch noch gewinnen

Jan Frodeno ist im siebten WM-Lauf der Triathlon-WM-Serie in Yokohama in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Durch den Sieg rückte der Olympiasieger in der Gesamtwertung auf Rang neun vor.

"Frodo" kann wieder lachen: Fast ein Jahr nach dem Triumph von Peking hat der Olympiasieger in Yokohama den siebten Lauf der Triathlon-WM-Serie gewonnen und das Tal der Tränen im Land der aufgehenden Sonne überwunden. "Dieser Sieg gibt mir wieder Zuversicht", sagte der "Herr der Ringe", der sich fünf Tage nach seinem 28. Geburtstag nachträglich selbst das schönste Geschenk bereitete.

Nach einer bislang enttäuschenden Saison nahm Frodeno in Japan allen Mut zusammen und suchte sein Heil in der Flucht nach vorn. Bei schwülwarmem Wetter verwies der Saarbrücker nach 1,5km Schwimmen, 40km Rad fahren und 10km Laufen in 1:44:31 Stunden den Neuseeländer Kris Gemmell (1:44:49) und Ex-Weltmeister Javier Gomez aus Spanien (1:44:52) auf die Plätze zwei und drei.

"Ich hatte zwischenzeitlich schon an mir gezweifelt. Vor allem nach dem Rennen in Hamburg war ich sehr enttäuscht. Ich habe mich komplett auf den Kopf gestellt und hinterfragt. Jetzt bin ich sehr glücklich", sagte Frodeno.

Durch den Sieg schob sich Frodeno in der Gesamtwertung auf Platz neun vor. Maik Petzold aus Bautzen wurde Zehnter (1:46:35) und fiel im Gesamtklassement auf Rang vier zurück. Spitzenreiter vor dem Finale am 12. und 3. September an der australischen Gold Coast ist weiter der Brite Alistair Brownlee, der in Japan nicht am Start war.

Frodeno bedankte sich unter anderem bei Petzold, der die "Flucht" auf dem Rad eingeleitet hatte: "Das war das Beste, was mir passieren konnte. Ich weiß nicht, wie das Rennen sonst verlaufen wäre. Maik hat großartig gearbeitet", sagte Frodeno. Nun will er beim Finale in Australien nochmal eine gute Leistung bringen, um dann in der neuen Saison wieder voll anzugreifen.

Lisk wird bei Norden-Sieg Elfte

Eine Enttäuschung musste erneut Daniel Unger (Bad Saulgau) hinnehmen. Der Weltmeister von 2007 hatte beim Einschwimmen Kontakt mit einer Qualle und musste seinen Start wegen einer allergischen Reaktion auf das Nesselgift kurzfristig absagen.

Bei den Frauen belegte Ricarda Lisk (Waiblingen) beim Sieg der Schwedin Lisa Norden als beste Teilnehmerin der Deutschen Triathlon Union (DTU) Rang elf. Beste Deutsche in der Gesamtwertung vor dem Finale ist Anja Dittmer aus Neubrandenburg auf Platz 13.

© SID

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