Triathlon WM
Robisch feiert WM-Bronze

Rebecca Robisch aus Roth hat zum Auftakt der Triathlon-WM in Hamburg Bronze bei den Junioren gewonnen. Unterdessen hat Stephan Vuckovic kritisiert, dass die Athleten immer dünner werden.

Das ist ein Auftakt nach Maß: Die deutsche Triathlon-Nachwuchshoffnung Rebecca Robisch hat gleich zu Beginn der WM in Hamburg Bronze bei den Junioren gewonnen. Zwei Monate nach Silber bei der EM in Kopenhagen wiederholte die 19-Jährige aus Roth damit ihren Erfolg aus dem Vorjahr bei der WM in Lausanne.

Gregor Buchholz war noch erfolreicher und bescherte der Deutschen Triathlon-Union (DTU) bei der WM in Hamburg die erste Goldmedaille. Der Berliner triumphierte im U23-Rennen über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und zehn km Laufen in 1:49:31 Stunden und verwies den Australier Brendan Sexton auf den zweiten Platz.

"Für mich ist ein Traum wahr geworden", jubelte Buchholz: "Ich kann es noch gar nicht fassen - zumal ich erst zuletzt bei der deutschen Meisterschaft die Qualifikation für die WM in letzter Sekunde geschafft habe." Sebastian Rank (1:49:45) und Thomas Springer (1:49:58) als Fünfter und Sechster rundeten das hervorragende Ergebnis ab.

"Das ist ein tolles Gefühl, dass es wieder mit einer Medaille geklappt hat - und das im eigenen Land", meinte Robisch: "Die Bedingungen waren bei dem nasskalten Wetter ziemlich ungemütlich. Aber damit hatten ja alle zu kämpfen." Im Ziel hatte Robisch in 1:00:09 Stunden 26 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Hollie Avil (Großbritannien), die nach dem EM-Titel damit auch WM-Gold holte. Silber sicherte sich die Australierin Ashleigh Gentle (59:54).

Für die Deutsche Triathlon Union (DTU) bedeutete das Edelmetall durch Robisch ein gelungenen Auftakt in die erste WM auf deutschem Boden. Am Samstag (14.50 Uhr) wollen die Frauen nachlegen. Am Sonntag (15.00 Uhr) kämpfen die Männer um Vize-Europameister Jan Frodeno aus Saarbrücken und dem EM-Dritten Daniel Unger (Mengen) zum Abschluss um den Titel.

Vertrauen in ein gutes Abschneiden

Stephan Vuckovic, der mit Silber bei der Olympia-Premiere 2000 in Sydney für den letzten großen DTU-Erfolg gesorgt hatte, traut den deutschen Startern ein gutes Abschneiden zu: "Wir haben inzwischen mehrere Kandidaten in der erweiterten Spitze, die auch auf das Podium laufen können", sagte Vuckovic, der zugleich vor einer "gefährlichen Entwicklung" warnte. "Die Konzentration liegt immer mehr auf dem abschließenden Laufen, und die Athleten werden deshalb immer dünner. Dadurch erhöht sich die Anfälligkeit für Verletzungen", erklärte der Stuttgarter.

Im Anti-Doping-Kampf wurden unterdessen im Vorfeld der Rennen laut DTU-Präsident Klaus Müller-Ott 100 sogenannte "Pre-Race-Proben" genommen. "Die Proben sind ins Labor des Internationalen Olympischen Komitees nach Köln geschickt worden", erklärte Müller-Ott: "Sollte es auffällige Werte geben, würden die entsprechenden Athleten noch vor dem Start aus dem Rennen gezogen werden."

© SID

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