Trost für die Gastgeber
Russland trocknet Tränen mit Bronze

Auch Russlands Eishockey-Team hat den Fluch des Gastgebers bei Weltmeisterschaften nicht besiegen können, sich mit Platz drei aber zumindest den Trostpreis gesichert. Ohne allzu große Mühe besiegten die Hausherren das Team der Schweden im kleinen Finale.

Auch Russlands Eishockey-Team hat den Fluch des Gastgebers bei Weltmeisterschaften nicht besiegen können, sich mit Platz drei aber zumindest den Trostpreis gesichert. Die Hausherren gewannen am Sonntag in Moskau im kleinen Finale 3:1 (2:0, 1:0, 0:1) gegen den entthronten Titelverteidiger Schweden. Das Endspiel bestritten am Abend Rekord-Weltmeister Kanada und Finnland.

Durch das 1:2 nach Verlängerung gegen den Olympia-Zweiten hatte Russland am Samstag den ersten WM-Titel seit 1993 verpasst, danach verlor Schweden 1:4 gegen Kanada. Nach der ersten Niederlage der russischen WM-Geschichte in Moskau bleibt es dabei, dass seit 1986 kein Gastgeber mehr den Titel holen konnte. Das war zuletzt der Sowjetunion in der Hauptstadt gelungen, wo bis Samstag 38 Siege und zwei Unentschieden bei WM-Heimspielen zu Buche standen.

Alexej Jemelin (7.) in Unterzahl und Sergej Sinowjew (10.) leiteten vor 7500 Zuschauern in der nur noch halb gefüllten Chodynka- Arena einen versöhnlichen Abschied ein, Alexander Frolow (22.) machte schon alles klar. Alexander Steen (49.), der einzige NHL-Profi im Kader der Schweden, konnte nur noch verkürzen. Wie gegen Finnland fehlte Russland wegen seiner Knieverletzung erneut der bisherige WM- Toptorjäger Alexej Morosow. Die Niederlage durch das entscheidende Tor von Mikko Koivu nach 5:40 Minuten der Verlängerung hatte beim Gastgeber am Samstag riesige Enttäuschung ausgelöst. Russlands Trainer Wjatscheslaw Bykow entschuldigte sich nach zuvor sieben Siegen sogar. "Die Spieler haben alles gegeben. Es war mental sehr schwierig für sie, weil jeder den Sieg wollte", sagte Bykow. "Sie hatten den gesamten Druck, und er wurde von Minute zu Minute stärker", sagte Finnlands Pekka Savaro. Sein Teamkollege Tomi Kallio fügte hinzu: "Es war das Spiel, das wir wollten. Es ist irre, als Außenseiter hinein zu gehen und dann zu gewinnen."

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