sonstige Sportarten
Trotz Erfolg zu wenig Beachvolleyball-Zuschauer

Die deutschen Beachvolleyballer kämpfen trotz der guten Resultate beim Weltserienfinale und bei der WM zuvor mit Problemen. Die Einschaltquoten waren so gering, dass RTL über einen Ausstieg aus dem Trendsport nachdenkt.

Trotz des spektakulären Erfolges der WM-Dritten Julius Brink/Kjell Schneider im ersten deutschen Weltserien-Finale der Geschichte, kämpfen die Beachvolleyballer in Deutschland noch immer mit Problemen. Da die Einschaltquoten im TV vor allem bei der WM vor drei Wochen in Berlin zu gering ausfielen, denkt RTL schon nach einem Jahr über einen Ausstieg aus dem Trendsport nach. Auch der Vermarkter Sportfive will erst im September über sein weiteres Engagement entscheiden.

"Selbst die Sendung mit der Maus hat mehr Zuschauer"

"Selbst die Sendung mit der Maus hat mehr Zuschauer. Wir suchen alle gemeinsam nach einem Konzept, wie wir die Dramatik im Stadion ins Fernsehen bringen können", sagte Verbandschef Werner von Moltke dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Eigentlich soll die Zusammenarbeit mit RTL und Sportfive bis mindestens 2008 gehen, aber natürlich gibt es Klauseln, die eine Kündigung ermöglichen würden. Aber ich bin sicher, dass wir die Probleme lösen."

Der Verbandschef arbeitet an einem Plan, der vorsieht, dass die deutschen Topteams 2006 verstärkt an den heimischen Mastersturnieren teilnehmen. Die fünf Veranstaltungen plus die deutsche Meisterschaft werden in diesem Jahr von Sportfive vermarktet und RTL übertragen - ohne Startgarantie der nationalen Toptstars. Im Februar möchte von Moltke die größte Beach-Hallenveranstaltung organisieren. Außerdem seien sportliche Erfolge auf internationalem Terrain wichtig.

Zweitbeste Beach-Nation

"Deshalb ist der Erfolg bei der Weltserie supertoll. Wir sind die zweitbeste Beach-Nation nach Brasilien", sagte von Moltke. Im Endspiel des Weltserienturniers von Espinho hatten Brink/Schneider in drei Sätzen gegen die Europameister Markus Dieckmann/Jonas Reckermann triumphiert. Für den ersten Erfolg gab es ein Rekordpreisgeld von 32 000 Dollar und zwei Tage Sonderurlaub.

Am kommenden Wochenende wollen sich die Weltranglistenvierten Brink/Schneider beim Mastersturnier in St. Peter Ording dem deutschen Fernsehpublikum päsentieren. Schneider: "Wenn Beachvolleyball richtig vermarktet wird, könnte es einen Boom geben."

© SID

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