Trotz Niederlage: Martin Kaymer ist der weltbeste Golfspieler

Trotz Niederlage
Martin Kaymer ist der weltbeste Golfspieler

Er gilt als der stille Star der Golfszene, nun ist er auch der beste. Ein Halbfinalsieg auf dem Wüstenkurs von Manama reichte Martin Kaymer, um als zweiter Deutscher die Führung in der Weltrangliste zu übernehmen.
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Marana/FrankfurtMartin Kaymer hat den Sieg bei der WGC Match Play Championship in Marana/Arizona knapp verpasst. Der 26-Jährige aus Mettmann unterlag am Sonntagnachmittag (Ortszeit) im Finale dem Engländer Luke Donald mit „3 auf 2“. Dennoch übernimmt Kaymer ab Montag durch seinen Finaleinzug beim mit 8,5 Millionen Dollar dotierten Event erstmals in seiner Karriere die Führung in der Weltrangliste.

Donald verbesserte sich durch den größten Erfolg seiner Karriere von Platz neun auf Rang drei und sicherte sich 1,4 Millionen Dollar Preisgeld.

Als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer hat Martin Kaymer die Spitze der Weltrangliste erklommen. Er krönte seinen unaufhaltsamen Aufstieg in der Branchenordnung am Samstag (Ortszeit) mit dem Halbfinalsieg bei der World Matchplay Championship in Marana/Arizona gegen den Amerikaner Bubba Watson und ist laut Statistik erstmals die Nummer 1. 

„Es hat nur fünf Jahre gedauert, um die Nummer eins zu werden. Für mich, meine Familie und für die, mit denen ich arbeite, ist das ein großartiger Erfolg“, sagte Kaymer nach dem historischen Auftritt auf dem Wüstenkurs. „Erst der zweite Deutsche nach Bernhard zu sein, der mein Vorbild war, als ich aufwuchs, ist ein ganz besonderes Gefühl.“ 

Sein Vorgänger aus Anhausen stand zur Premiere der Rangliste als erster Spieler überhaupt für drei Wochen vom 7. bis 27. April 1986 ganz vorn - damals war Kaymer gerade einmal ein Jahr alt. 

Völlig unabhängig von seiner Niederlage im Finalduell mit dem Engländer Luke Donald am Sonntag wird er offiziell zum Wochenbeginn Lee Westwood ablösen. Der Brite hatte 17 Wochen geführt, war aber nach zwei Runden bei dem mit 8,5 Millionen Dollar dotierten Lochspiel-Wettbewerb in der Wüste vorzeitig ausgeschieden. 

„Ich brauche sicher einige Zeit, um darüber nachzudenken und das sacken zu lassen“, sagte Kaymer. Seit 2007 hat er 10,327 Millionen Euro Preisgeld aufgehäuft - mit inzwischen neun Siegen auf der US- und Europa-Tour sowie seinem Ryder-Cup-Triumph im Oktober 2010 in Wales gegen die USA. 

Den letzten Schritt zum Gipfel machte Kaymer mit einem weiteren Coup gegen Watson. Ausgerechnet der 32 Jahre alte „Longhitter“ aus Bagdad/Florida musste sich am ersten Extra-Loch nach vier Runden auf dem Par 72-Kurs in der Wüste dem sechs Jahre jüngeren Rheinländer beugen. Am 15. August 2010 hatte Watson mit einem taktischen Fehler im Stechen am 3. Extra-Loch Kaymer bei US PGA Championship in Whistling Straits (USA) zu dessem ersten Major-Titel verholfen. 

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