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Trotz Unfallserie: Ralf Schumacher macht weiter

Trotz seiner unheimlichen Unfallserie verschwendet Ralf Schumacher keinen Gedanken an einen Rücktritt.

dpa INDIANAPOLIS. Trotz seiner unheimlichen Unfallserie verschwendet Ralf Schumacher keinen Gedanken an einen Rücktritt.

"Bisher habe ich mich immer wieder ins Auto gesetzt. Und das wird auch so bleiben, bis ich irgendwann keine Lust mehr habe. Aber im Moment habe ich noch Lust", sagte der Toyota-Pilot, der vom Formel-1-Arzt Startverbot für den Großen Preis der USA in Indianapolis erhalten hatte. Schon beim nächsten Grand Prix im französischen Magny-Cours am 3. Juli will er wieder am Steuer sitzen.

"Er ist Profi genug. Er weiß, dass solche Dinge einfach Schicksal sind. Diese Dinge können passieren. Es gibt Phasen, da passiert so etwas häufiger, und dann passiert wieder gar nichts. Das gehört zum Rennfahrerleben dazu", sprach Weltmeister Michael Schumacher seinem Bruder Mut zu. Der war am Tag nach dem schweren Unfall noch ein wenig blass um die Nase. Nach dem Machtwort von FIA-Arzt Gary Hartstein wirkte er erleichtert. "Theoretisch könnte ich fahren, aber die FIA hat entschieden, dass das Risiko zu hoch ist, mich fahren zu lassen", sagte er nach der Untersuchung im Medical Center.

Im Vorjahr war der 29 Jahre alte Rennfahrer beim Großen Preis der USA, damals im BMW-Williams, an derselben Stelle in der Steilkurve verunglückt. "Ich bin mittlerweile der Formel-1-Fahrer, der in den letzten Jahren die meisten schweren Unfälle hatte", haderte er mit seinem Schicksal. Während er sich bei dem ebenfalls durch einen Reifenschaden ausgelösten Crash vor zwölf Monaten schwer verletzte und drei Monate pausieren musste, hatte er diesmal Glück im Unglück. "Dieses Jahr kann ich mich zumindest an alles erinnern. Das ist ja auch schon mal was", sagte er.

Wegen der Nachwirkungen eines Trainingsunfalls in der Woche zuvor in Monza hatte Ralf Schumacher im September 2003 auf den Start beim Großen Preis von Italien verzichten müssen. Auch da zeigte er seine Qualitäten als Stehaufmännchen und kehrte schnell in den Grand-Prix-Zirkus zurück. "Ich habe damit keine Probleme. Obwohl mir das komischerweise immer wieder nachgesagt wird", wundert er sich. Nach dem Indianapolis-Aus flüchtete er schnell nach Hause zu Frau und Kind: "Es ist sehr frustrierend, dass ich jetzt nicht fahren darf. Aber unter den gegebenen Umständen ist es wahrscheinlich die bessere Entscheidung."

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