Turnen DM
Hambüchen triumphiert viermal beim "Heimspiel"

Der Jungstar der deutschen Turn-Szene, Fabian Hambüchen, hat bei den deutschen Meisterschaften in Gießen seinen Ausnahmestatus bewiesen. Insgesamt viertitel sicherte sich der erfolgreichste Athlet des Teilnehmerfeldes.

Ein mehr als gelungenes "Heimspiel" konnte Fabian Hambüchen bei den deutschen Kunstturn-Meisterschaften in Gießen feiern. Gleich vier von sieben möglichen Titeln konnte der Reck-Euopameister für sich behaupten und war damit, nur wenige Autominuten von seinem Elternaus entfernt, der erfolgreichste aller Athleten und bestätigte sechs Wochen vor den Welttitelkämpfen in Stuttgart seine exzellente Form.

24 Stunden nach seinem ungefährdeten Triumph im Mehrkampf setzte sich das Ausnahmetalent von der TSG Niedergirmes auch beim Sprung, am Barren und am Reck durch, schraubte damit seine Bilanz auf insgesamt 15 deutsche Meisterschaften und löste Reck-Olympiasieger Andreas Wecker als erfolgreichsten deutschen Turner nach der Wiedervereinigung ab. Knapp 4 000 Zuschauer waren in die Sporthalle Gießen-Ost gekommen und feierten ihren Lokalmatadoren mit lautstarken Anfeuerungsrufen.

"Das war auch eine Frage der Ausdauer", sagte der 19 Jahre alte Abiturient, der binnen drei Tagen 18 Übungen auf höchstem Niveau absolvieren musste. Für Cheftrainer Andreas Hirsch eine notwendige Überprüfung der körperlichen Fitness: "In Stuttgart kommen ähnliche Belastungen auf unsere Turner zu, insofern war das hier ein wichtiger Test."

32-Jährige Chusovitina mit erfolgreichem Debüt

Als Dauerarbeiterin mit kaum weniger Erfolg entpuppte sich auch Oksana Chusovitina. Die 32 Jahre alte gebürtige Usbekin, seit neun Monaten Besitzerin eines deutschen Passes, fügte bei ihrem späten DM-Debüt dem Mehrkampf-Titel noch weitere Goldmedaillen am Sprung und am Schwebebalken hinzu. Große Bedeutung allerdings maß die Ex-Weltmeisterin und Olympiasiegerin von 1992 diesen Siegen allerdings nicht bei: "Jetzt habe ich eben noch ein paar Titel mehr gewonnen."

Die restlichen ersten Plätze sicherten sich bei den Männern Eugen Spiridonow aus Bous am Boden, der Cottbuser Robert Juckel am Seitpferd und Thomas Andergassen (Stuttgart) an den Ringe. Anja Brinker aus Herkenrath gewann das Stufenbarren-Finale, am Boden setzte sich die Berlinerin Katja Abel durch.

© SID

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