Turnen EM
Deutschlands Turnerinnen stürzen in Volos ab

Die deutschen Kunstturnerinnen haben zum Auftakt der Europameisterschaften in Volos einen Fehlstart hingelegt. Nach insgesamt fünf Stürzen am Stufenbarren und am Schwebebalken sind die Chancen auf den Finaleinzug dahin.

Gleich zum Auftakt der Kunstturn-Europameisterschaften in der umfunktionierten Schwimmhalle in Volos sind die deutschen Damen gestolpert. Nach fünf Stürzen am Schwebebalken und am Stufenbarren haben die Frauen keine Chance mehr auf den ersten Finaleinzug im Mannschafts-Wettbewerb seit zehn Jahren. Mit 164,600 Punkten wurde aber immerhin der elfte Platz von der EM 2004 in Amsterdam wiederholt.

Italien und Rumänien jagen Russland

Die Medaillen werden in der griechischen Hafenstadt die favorisierten Teams unter sich ausmachen. Rang eins ging mit 176,150 Punkten an Russland, am nächsten kamen der führenden Mannschaft Titelverteidiger Rumänien (175,950) sowie Italien (173,300).

Am Sprung und am Boden bestätigte die Riege von Cheftrainerin Ursula Koch vor 2000 Zuschauern jedoch den leichten Aufwärtstrend der vergangenen Monate. Fast folgerichtig reichte es daher am Sprung durch die Berlinerin Katja Abel auch zu einer Qualifikation für das Gerätefinals am Sonntag. Am Boden erkämpfte sich Daria Bijak aus Köln die Position der zweiten Nachrückerin.

Die Fehlerquote war einfach zu hoch"

"Zwei Patzer hatte ich erwartet, fünf davon waren drei zu viel", rechnete Koch mathematisch kühl mit dem Mannschafts-Ergebnis ab. Auch DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam hatte schon während des Wettkampfs mitkalkuliert: "Ich sehe nach wie vor Potenzial in der Truppe, aber uns fehlen eindeutig vier Punkte. Die Fehlerquote war einfach zu hoch."

Für den entscheidenden Rückschlag am Stufenbarren waren etwas überraschend die beiden routiniertesten Athletinnen verantwortlich. Die letztjährige WM-Achte Bijak leistete sich ebenso einen Absteiger wie Abel, die 23-Jährige landete darüber hinaus auch noch beim Abgang auf dem Hosenboden. Am Schwebebalken steuerte EM-Debütantin zudem Jenny Brunner aus Chemnitz zwei Stürze bei.

"Irgendwie fehlte mir ein bisschen das Selbstvertrauen und ich hatte ein wenig Angst um meine Arme", sagte Abel, die vor zwei Jahren bei einem schweren Sturz vom Doppelreck einen doppelten Unterarmbruch erlitten hatte.

Weber komplettiert deutschen Herren-Kader

Komplett ist die deutsche Männer-Riege für die in einer Woche an gleicher Stelle beginnenden europäischen Titelkämpfe. Chefcoach Andreas Hirsch nominierte als fünften und letzten Athleten den Hannoveraner Robert Weber. Bereits gesetzt waren Reck-Europameister Fabian Hambüchen (Niedergirmes), Robert Juckel aus Cottbus, der Stuttgarter Thomas Andergassen und Eugen Spiridonow aus Bous. Am Wochenende findet in Dessau ein Testländerkampf gegen Tschechien und Italien statt.

© SID

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