Turnen EM
Hambüchen und Co. bei russischem Sieg Siebte

Bei der Kunstturn-WM im griechischen Volos haben die deutschen Turner im Mannschaftsfinale nach einer durchwachsenen Leistung den siebten Rang belegt. Das russische Quintett gewann vor Rumänien und Weißrussland.

Die deutsche Turnriege um Fabian Hambüchen ist beim Mannschafts-Finale bei den Europameisterschaften im griechischen Volos als Siebte hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit 265,825 Punkten konnte das deutsche Quintett nicht zufrieden sein. Nach einer durchwachsenen Leistung verließen die Schützlinge von Cheftrainer Andreas Hirsch die mit 2 500 Zuschauern ausverkaufte Schwimmhalle von Volos.

Russland siegt knapp vor Rumänien

Neuer Titelträger wurde das Team aus Russland. Der Ex-Weltmeister behielt nach einem spannenden Kampf mit 272,225 Punkten vor Titelverteidiger Rumänien (270,325) die Oberhand. Etwas unerwartet war der Gewinn der Bronzemedaille für die in der Qualifikation eher enttäuschenden Weißrussen, die 268,975 Zähler sammelten.

Der entthronte Reck-Europameister Hambüchen kam wie schon in der Qualifikation nicht ohne Sturz vom "Königsgerät" davon. Diesmal erwischte es den Gymnasiasten von der TSG Niedergirmes beim gestreckten Tkatschew-Salto. Und da sein Teamkollege Robert Juckel aus Cottbus das Reck sogar zweimal verlassen musste, büßte die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) schon an diesem Gerät alle Chancen ein, wenigstens Rang sechs von den europäischen Titelkämpfen 2004 in Ljubljana zu wiederholen.

Fehler verhindern bessere Platzierung

Nur an den Ringen kamen die deutschen Gerätartisten fehlerfrei durch ihre Übungen, kleine Fehler trübten den Eindruck am Seitpferd, am Barren leisteten sich Eugen Spiridonow aus Bous und auch der Stuttgarter Thomas Andergassen Standfehler beim Abgang. Gleiches passierte Hambüchen und Juckel beim Sprung, am Boden allerdings fand der WM-Vierte Hambüchen zu alter Stärke zurück. "Den Sturz am Reck wird er schnell verdauen", mutmaßte sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen.

Weit besser gemacht hatte es am Freitag der DTB-Nachwuchs. Die Junioren holten sich erstmals überhaupt den Mannschafts-Titel vor Russland und der Ukraine. Zudem gewann der Chemnitzer Max Finzel im Mehrkampf die Bronzemedaille.

Die europäischen Titelkämpfe werden am Sonntag (14.30 Uhr Mesz) mit den sechs Gerätefinals abgeschlossen. Hambüchen steht in den Endkämpfen beim Sprung und am Barren, Andergassen hat das Ringe-Finale erreicht. Am Seitpferd kämpfen Juckel und Spiridonow um eine Medaille.

© SID

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