Turnen International
"Turn-Oma" Chusovitina holt zweiten Sieg

Oksana Chusovitina holte bei "Winner Finals" des DTB-Pokals in Stuttgart ihren zweiten Sieg am Sprung. In Abwesenheit von Fabian Hambüchen sorgte sonst nur Robert Weber mit einem zweiten Platz für einen Lichtblick.

Während sich Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen am Rande des DTB-Pokals in Stuttgart nur um die Fans kümmerte und nicht an die Geräte ging, sprang Oksana Chusovitina in die Bresche und holte bei den erstmals am Sonntag ausgetragenen "Winner Finals" der beiden besten Finalistinnen ihren zweiten Sieg am Sprung. Die gebürtige Usbekin gewann vor nur knapp 2000 Zuschauern erneut mit 15,050 Punkten gegen Jade Barbosa (14,187). "Die Leistung war nicht optimal, aber es hat gereicht", meinte die 32 Jahre alte "Turn-Oma", die im kommenden Jahr ihre fünften Olympischen Spiele anstrebt. Bereits am Samstag hatte Chusovitina bei der 25. Jubiläumsauflage des Turniers den Sieg beim Sprung (14,762) vor Jade Barbosa aus Brasilien (14,537) und der Australierin Daria Joura (14, 262) geholt.

Weber mit Platz zwei am Reck

Unter den dank einer "Wildcard" als dritte Starter ebenfalls in den "Winner Finals" vertretenen deutschen Turnern überraschte Robert Weber aus Ehmen mit Rang zwei (15,075) am Reck. Am Boden waren Marcel Nguyen (Unterhaching) mit 15,275 Punkten und die Tübingerin Kim Bui mit 13, 800 Zählern einem zweiten Platz sehr nahe.

Nach seinem Titel am Reck bei den Weltmeisterschaften vor sieben Wochen an gleicher Stelle in der baden-württembergischen Landeshauptstadt verzichtete Europameister Hambüchen auf einen Start, präsentierte sich aber seinen zahlreichen Fans bei einer Autogrammstunde. "Ich hätte wirklich gerne geturnt, aber es war ein hartes Jahr", warb der 20-Jährige bei seinem Anhang für Verständnis. "Ich hätte turnen können, aber nicht meine gewohnte Form präsentieren können", meinte er. Sein nächster Start ist bei den vorolympischen Testwettkämpfen Ende November in Peking vorgesehen.

"Nach der WM brauchte ich dringend Urlaub und deshalb kann ich jetzt nicht schon wieder in Form sein", begründete der Ausnahmeturner seinen Verzicht, der mit einem Pauschenpferd als Kuchen in der Porsche-Arena nachträglich von Turnierdirektor Valeri Belenki geehrt wurde.

Die übrigen deutschen Athleten, die sich für die Gerätefinals des zum Weltcup zählenden DTB-Pokals konnten, blieben bei der Traditionsveranstaltung, die erstmals in der Porsche-Arena statt in der benachbarten Hanns-Martin-Schleyer-Halle ausgetragen wurde, ohne einen Platz unter den ersten Drei. Nur knapp am Siegertreppchen vorbei turnten Nguyen am Barren (15,325) und Bui am Boden (13,825), die jeweils Vierte wurden.

© SID

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