Turnen International
Van Gelder gesteht Kokainkonsum

Yuri van Gelder ist bei den niederländischen Meisterschaften des Kokaindopings überführt worden. Der Weltklasseturner gestand den Konsum und wird nun wohl für zwei Jahre gesperrt.

Der niederländische Weltklasseturner Yuri van Gelder ist bei den nationalen Meisterschaften im Juni des Kokaindopings überführt worden und vom niederländischen Turnverband (Kngu) vorläufig gesperrt worden. Van Gelder gab den Verstoß zu und verzichtete auf die Öffnung der B-Probe.

"Es stimmt, dass ich Kokain genommen habe", sagte der Ringe-Weltmeister von 2005 während einer Pressekonferenz im niederländischen Olympiatrainingszentrum Papendal bei Arnheim. Van Gelder erklärte, dass er nach seinem Titelgewinn an den Ringen kontrolliert worden war: "Da hatte ich sofort ein schlechtes Gefühl." Darum habe er schon vor der Bekanntgabe des Testergebnisses einen Brief an die niederländische Antidoping-Agentur geschrieben, sagte der 26-Jährige.

In dem Schreiben habe er zugegeben am Donnerstag vor dem Wettkampf "aus Spaß" Kokain gebraucht zu haben. Er habe mitgeteilt, dass er vermutete, dass sich noch Kokainspuren in seinem Urin befänden. "Ich habe es nicht als leistungsförderndes Mittel genommen", sagte er. Van Gelder, der in dieser Saison einige Weltcupsiege an seinem Spezialgerät verbucht hatte, entschuldigte sich vor der niederländischen Öffentlichkeit für sein Fehlverhalten.

Der Sportsoldat wurde von seinem Arbeitgeber, dem niederländischen Heer, am Montag vom Dienst suspendiert. "Zum 1. August verliere ich meinen Arbeitsplatz und werde gekündigt", sagte er. Van Gelder erklärte, dass er alle Disziplinar-Maßnahmen und Strafen akzeptieren werde.

Nach Ablauf der zu erwartenden Zwei-Jahres-Sperre wolle er seine Karriere als Turner fortsetzen. Auf den geplanten Höhepunkt seiner Laufbahn muss van Gelder verzichten. 2010 finden die Weltmeisterschaften in Rotterdam statt.

© SID

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