Turnen National
Hambüchen triumphiert auch in Berlin

Fabian Hambüchen ist auch bei der zweiten von vier Stationen der Champions Trophy seiner Favoritenrolle gerecht geworden. In Berlin siegte der Europameister vor Maxim Dewiatowski.

Fabian Hambüchen reckte die Faust in Luft und strahlte vor Freude: Der Mehrkampf-Europameister hat auch die zweite von vier Stationen der Champions Trophy der Kunstturner gewonnen und sich knapp drei Wochen vor der WM in London (13. bis 18. Oktober) in starker Form präsentiert. Der Reck-Weltmeister von der TSG Niedergirmes (91,575 Punkte) siegte in der Berliner Max-Schmeling-Halle deutlich vor dem Russen Maxim Dewiatowski (88, 600) und dem britischen EM-Zweiten Daniel Keatings (88,425). Helge Liebrich aus Süssen (86,875) landete auf dem sechsten Platz.

"Ein sehr guter Wettkampf für mich"

"Obwohl ich mich ein bisschen müde gefühlt habe, war das ein sehr guter Wettkampf für mich. Ich bin superglücklich und im Moment voll motiviert", sagte der Olympiadritte Hambüchen.

Fabian Hambüchen hatte bereits den Auftakt der lukrativen Vierer-Tour in Frankfurt/Main für sich entschieden. Durch seine beiden Siege strich der deutsche Ausnahmeturner bislang 30 000 Euro Preisgelder ein. Als Führender der Gesamtwertung darf er zudem auf ein Auto im Wert von etwa 50 000 Euro hoffen, das für den Gesamtsieger bereit steht. Die beiden letzten Stationen sind Hannover am 25. Oktober, dem 22. Geburtstag Hambüchens, sowie das Finale in Stuttgart am 15. November.

Hambüchen erwischte vor nur etwa 2 500 Zuschauern am Boden, wo er im April in Mailand den EM-Titel gewonnen hatte, einen Auftakt nach Maß. Dank des hohen Schwierigkeitswerts von 6,3 setzte er sich sofort an die Spitze des Klassements. Beim Seitpferd offenbarte der "Turn-Floh" jedoch wie schon in Frankfurt Probleme, als er einen unfreiwilligen Abgang nur knapp vermeiden konnte und die Führung zwischenzeitlich an Keatings abgeben musste.

Starke Leistung an den Ringen

An den Ringen ließ Hambüchen jedoch seine Klasse wieder aufblitzen, und beim Sprung eroberte sich der 21-Jährige dank der besten Wertung die Führung zurück. Auch am Barren und seinem Paradegerät Reck gelang Hambüchen jeweils die höchste Wertung der Konkurrenz.

"Bis zur WM muss ich aber noch einiges verfeinern", sagte Hambüchen mit Blick auf den Saisonhöhepunkt und lobte die neue Wettkampfserie: "Es ist einfach geil, vor heimischer Kulisse und bei so toller Stimmung zu turnen."

Liebrich, der sich in einer internen Qualifikation überraschend gegen den noch von den Folgen einer Schweinegrippe geschwächten Philipp Boy (Cottbus) sowie Matthias Fahrig (Halle/Saale) durchgesetzt hatte, überzeugte nach einem mäßigen Bodenturnen am Seitpferd und an den Ringen. Beim Sprung verpatzte der Junioren-Europameister mit der Mannschaft von 2006 die Landung, die wiederum am Barren und Reck perfekt war.

© SID

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